Brasilien: Ein Steilpass nach Rio

Stephan Jentgens...

Stephan Jentgens…

... und Volker Monnerjahn bei der Ankunft in Brasilien.

… und Volker Monnerjahn bei der Ankunft in Brasilien.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In den frühen Morgenstunden tauchte am Dienstag durch die dichte Wolkendecke über São Paulo ein Flugzeug ab – mit Kurs auf den internationalen Flughafen. Darin, zwischen vielen Fußball-Fans, die Delegation der „Aktion Steilpass“: Adveniat-Geschäftsführer Stephan Jentgens, Christian Frevel, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit bei Adveniat, Heribert Kron von der KAB, Volker Monnerjahn, Präsident des DJK-Sportverbandes, Daniel Steiger, KLJB-Bundesseelsorger, Schauspielerin Eva Habermann, Fotograf Martin Steffenund Adveniat-Volontärin Christina Weise. Zur Begrüßung war für alle Passagiere der grüne Teppich ausgerollt worden. Ein erstes Bisschen WM-Feeling im Fußball-Land Brasilien.

20140610_082820São Paulo sollte aber nicht die Endstation sein, der Flug nach Rio de Janeiro wartete schon. Allerdings auch die Schlange vor den Schaltern der Bundespolizei bei der Einreise. Doch mit etwas Glück und einem schnellen Schritt erreichten alle rechtzeitig den Flieger. Auf dem Weg dorthin ging es vorbei am neuen Terminal des Flughafens Guarulhos, der extra für die WM beauftragt wurde. „Der Flughafen Guarulhos wird eine großartige Visitenkarte für die WM sein“, sagte Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff bei der Einweihung des Terminals im Mai dieses Jahres. Damals waren 98 Prozent des der Konstruktion fertiggestellt. Die WM beginnt am Donnerstag in São Paulo, der Terminal ist allerdings noch nicht in Betrieb. Ausgestorben und leer standen die Hallen da. Und von außen sah es recht schick aus, aber man konnte sich noch nicht so richtig vorstellen, dass in zwei Tagen dort Tausende Menschen durchströmen. Ob der Terminal noch rechtzeitig für die Öffentlichkeit geöffnet wird, bleibt abzuwarten.

"Wir wollen Bildung, keine Unterdrückung"

„Wir wollen Bildung, keine Unterdrückung“

Die Delegation jedenfalls war nun auf dem Weg nach Rio und wurde dort wieder mit grünem Teppich begrüßt – und die Koffer kamen sogar aus Toren geschossen (naja, eher gekrochen). Rio gibt sich jedenfalls alle Mühe eine gute WM-Stadt zu sein. Auf der Fahrt in Zentrum waren am Straßenrand Plakate mit Wörtern wie „Zusammenhalt“ und „Freude“ angebracht. Genau daneben prangen allerdings Schriftzüge gegen die WM. Auffällig ist auch, dass keine Straße herausgeputzt, bemalt, mit Fähnchen und Girlanden geschmückt ist, wie es bei allen anderen Weltmeisterschaften der Fall war. „Die Brasilianer sind gegen die WM und freuen sich noch nicht so richtig darauf“, erklärt unser Fahrer. Beispielsweise für die Menschen, die wegen Stadienbauten oder Bauten von Zufahrtsstraßen ihre Häuser verloren. Oder diejenigen, die auf die Straße gehen, immer wieder, und für ihre Rechte kämpfen. Deswegen ist die Delegation der „Aktion Steilpass“ nach Brasilien gereist, um sich für die Rechte dieser Menschen einzusetzen.

Text und Fotos: Christina Weise