Brasilien: Zu Besuch bei den Tenharim-Indigenen

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Thomas Milz (links) und Peter Theisen (Mitte) interviewen Margarida Tenharin Kagwahiva in der Comunidade Mafuí. Fotos: Jürgen Escher

Da staunt das Team aus Deutschland, das seit zwei Tagen unterwegs im Gebiet der Tenharim am Amazonas ist, als plötzlich ein junger Mann mit einem schicken T-Shirt der WM 2014 mit dem Aufdruck Alemania auftaucht. Als hätten er und sein Vater geahnt, dass hier Deutsche unterwegs sind, zieht sich flugs der alte Herr die Federkrone auf, Pfeil und Bogen an und führt die staunende Gruppe der Besucher mit Kampfgebrüll in die Jagdkultur seines Volkes ein.

Die Tenharim, heute ein Volk von ca. 1.000 Menschen – früher sollen es bis 30.000 und mehr gewesen sein – nennen sich in ihrer eigenen Sprache Pyry. Das heißt, schnelles und kleines Volk. Verteilt auf Dörfer von jeweils 60 bis 70 Familien, in der Nähe des Rio Marmelos, einem Seitenarm des Amazonas, stehen ihre Holzhäuser mit Palmendächern. In jedem Dorf gibt es bilingualen Schulunterricht, in denen auch die Kultur der Tenharim vermittelt wird, einen Gesundheitsposten, die meisten Siedlungen haben Strom und Wasser. Weiterlesen