Argentinien: Mitzuleben, mitzubeten, mitzuarbeiten

Ines hilft mit bei der Essensausgabe im Internat "Albergue San Agustín”.

Ines hilft mit bei der Essensausgabe im Internat „Albergue San Agustín”.

Nach dem Abitur ab in die argentinischen Anden. Für ein Jahr lebt die 18-jährige Ines Busch mit 30 Mädchen und drei Augustinerschwestern in dem kleinen Dorf Santa Maria in der Privinz Catamarca.

Ines (links) besucht einige Schülerinnen auch zu Hause in den Bergen.

Ines (links) besucht einige Schülerinnen auch zu Hause in den Bergen.

“Ich leiste hier mein freiwilliges soziales Jahr, oder besser gesagt nehme ich am MaZ-Programm teil – Missionarin auf Zeit,” erklärt Ines. Das Motto dabei: Mitzuleben, mitzubeten und mitzuarbeiten.

Den Kontakt hat die pfiffige Jugendliche über die Steyler Missionare bekommen, die das von Adveniat mitfinanzierte Mädchenwohnheim “Albergue San Agustín” in der staubigen Hochebene des argentinischen Nordens als Endsendeort vorgeschlagen hatten. Sie ist bereits die zweite Deutsche, die in dem Heim mithilft. Weiterlesen

Argentinien: Der “cura villero” von Carcova

Padre Pepe (Mitte)  und Aladio Alberto Aquilles (rechts) auf der Baustelle der Kapelle "San Cayetano te Eseranza" im Gespräch mit einem Bauarbeiter.

Padre Pepe (Mitte) und Aladio Alberto Aquilles (rechts) auf der Baustelle der Kapelle „San Cayetano te Eseranza“ im Gespräch mit einem Bauarbeiter.

Der mit Marienbildern beklebte Fiat, zugegebenermaßen ein schon älteres Modell, stoppt vor der Bahnstation von Pedro Leon Suarez, am Stadtrand von Buenos Aires. Padre Pepe steigt aus, die Haare zerzaust, ein dichter Bart – er wäre der perfekte Jesus-Darsteller auf Osterfestspielen.

Wir fahren in die nahe gelegene “Villa” Carcova, eines der gefährlichsten Elendsviertel von Buenos Aires. Hier lebt Padre Pepe seit seiner Rückkehr nach Buenos Aires vor rund sechs Monaten. Seit 15 Jahren ist er “embedded”, lebt er als “Villapadre” mitten unter den ärmsten Menschen der sonst so gerne ihren Reichtum zeigenden Hauptstadt. Weiterlesen

Argentinien: Haus der vergessenen Künste

Bildhauerlehrer Alberto Rafael Romero mit Lehrling in seiner Werkstatt

Bildhauerlehrer Alberto Rafael Romero mit Lehrling in seiner Werkstatt

Von außen handelt es sich scheinbar um eine der endlos vielen Fabrikhallen im Stadtteil Pompya, am Rande von Buenos Aires. Argentiniens beliebtestes Bier wird nebenan gebraut, eine weltbekannte Brausefirma braut ihr Süssgetränk genau gegenüber. Doch passiert man erst einmal die Stahltüren des „Centro Juvenil Padre Daniel de la Sierra”, eröffnet sich einem eine scheinbar schon vergessene Welt.

Marmorene Taufbecken liegen im Eingangsbereich, Teile von Altären lehnen an der Wand. „Wir beliefern viele Kirchen, gibt es die meisten Berufe doch kaum noch. Nur hier”, erklärt Alberto Rafael Romero, Lehrer für Bildhauerkunst in dem Zentrum. „Wir geben noch Wissen weiter, das sonst bereits verloren gegangen ist.” Weiterlesen

Argentinien: Verfolgt und verraten

Die Gemeinde San Cristóbal in Buenos Aires.

Die Gemeinde San Cristóbal in Buenos Aires.

Erste Station unserer Reise zur Vorbereitung der Adveniat-Aktion 2014 ist die Santa Cruz Gemeinde im Stadtteil San Cristóbal in Buenos Aires. Wir sind zu Gast in einer äußerst lebendigen Gemeinde, die zudem über eine bewegte Geschichte zu berichten weiß.

Padre Carlos Saracini führt uns durch die Ende des 19. Jahrhunderts errichtete imposante Kirche. In ihrem Inneren erinnern zahlreiche Bildtafeln und aufgespannte Spruchbänder an ein grausames Kapital der argentinischen Geschichte, das hier ihren Ausgangspunkt hatte. Weiterlesen

!Buenos Aires tiene muchas caras!

!Buenos Aires tiene muchas caras! – Buenos Aires hat viele Gesichter. Seit drei Tagen bin ich nun hier und lerne immer wieder eine neue Seite dieser Stadt kennen. Ein Puzzle, das sich langsam zu einem Bild zusammenfügt, das diese Metropole gleichermaßen attraktiv wie erschreckend macht: Koloniale Prunkbauten, herrlich lebendige touristische Viertel wie der berühmte Stadtteil San Telmo, aber eben auch die vielen Villas, die Hunderttausende von Einwanderern schlucken und sie wie ein schwarzes Loch aus dem Leben der schicken Großstadt heraussaugen. Weiterlesen