Ecuador: Guaderia – Schutzzone Kindergarten

Heute war mein erster Tag in der Guarderia, im Kindergarten… und es war traumhaft. Die Missionsschwestern betreuen eine Guaderia mit etwa 70 Kindern im Alter von drei Monaten bis fünf Jahre. Und wochentags, jeweils von 7.30 bis 16 Uhr, ist hier “Action” angesagt. Es gibt viel Kinderlachen, strahlende Gesichter, schmutzige Klamotten, hungrige Münder. Ich habe sie gefüttert, ihnen die Nase geputzt, mit ihnen gespielt, sie ins Bett gelegt, Fragen nach meiner Herkunft beantwortet und und und. Weiterlesen

Typisch Ecuador!

Wir haben Samstag, 9 Uhr – und die Erde bebt. Ich bin kurz irritiert, ist das wirklich ein Erdbeben? Aber ja, wie ich von Schwester Lourdes erfahre, gab es gestern in Peru ein schweres Erdbeben der Stärke 6,9 und das ist jetzt wohl nach Ecuador “gezogen”. Es war nicht lange, 10 oder 20 Sekunden, vielleicht kürzer – mein Zeitgefühl lässt mich dabei etwas im Stich. Aber lange genug um sich bewusst zu werden, dass die Natur ziemlich groß und stark ist.

Jedenfalls ist nichts passiert – soweit ich das hier aus unserer Wohnung beurteilen kann – und alles nimmt wieder seinen gewohnten Gang… Weiterlesen

Ecuador: Mitad del Mundo

Wer kann von sich schon behaupten, am Mittelpunkt der Erde gewesen zu sein? Seit einigen Tagen gehöre ich zu denjenigen, die den Äquator gesehen haben.
Nein, nicht zu jenen, die beim 30 Meter hohen Monument zwischen Quito und Mindo kurz halt machen und ein Foto schießen (das Monument steht fälschlicherweise 240 Meter neben dem Äquator). Sondern zu jenen, die wahrlich ein Bein im Süden und eins im Norden hatten.
Das Museum „Intiñan“ liegt auf dem GPS-ermittelten Äquator und führt für Touristen interessante Beweise vor:
Man lässt an drei Standorten Wasser durch ein Waschbecken fliessen. Aber wer glaubt, dass das gleich aussieht, hat weit gefehlt. Dank der Corioliskraft platscht das Wasser am Äquator direkt herunter, ohne jegliche Zirkulation, im Süden dreht es sich im Uhrzeigersinn, im Norden dagegen. Beeindruckend. Weiterlesen

Ecuador: Mit Händen und Füßen – ein Knochenjob

¿Hablas Español? Ach ja, ich bin von Essen aus nach vielen Flugstunden in Ecuador gelandet. Vier Wochen stehen mir jetzt im „Land des Äquators“ bevor – und drei Wochen davon in einer Sprachschule. Ich wohne etwa 40 Minuten von der Sprachschule entfernt in „La Comuna“, bei den Schwestern „Hermana Inge“ und „Hermana Lourdes“. Und was ich sagen kann: Es ist wunderschön dort. Die Schwestern sind so nett zu mir, muy amable. Sie führen ein schönes Zentrum, eins für Kinder ab drei Monaten und eins für Kinder von fünf bis zwölf Jahren. Quito ist hübsch, die Menschen angenehm – nur in der Sprachschule wird meiner Meinung etwas zu viel Deutsch gesprochen. Pero es mas facil, ¿verdad?
Bei den Schwestern komme ich nur mit Spanisch weiter, das ist schon mal ganz gut. Weil mein Vokabular noch etwas klein ist, geht es auch mit Händen und Füßen. Außerdem lachen wir viel. Ich bin gespannt, was noch kommen wird… Weiterlesen