Deutschland: Bildung für alle

Pilar Acero aus Kolumbien verbringt als Freiwillige ein Jahr in Deutschland. Sie begann ihren Einsatz bei Adveniat in Essen und ist nun bei der Deutschen Pfadfinderschaft (DPSG) in Aachen.

Kleiner Junge mit Mädchen in kolumbianischer Tracht

Zuerst habe ich bei einer sechsköpfigen Familie in Essen gewohnt. Das war schön und alle  waren sehr freundlich zu mir. Ich konnte viel Neues lernen und habe Tolles erlebt. Die Menschen, mit denen ich bei Adveniat gearbeitet habe, und die Kinder, die ich kennengelernt habe, haben ihre Spuren in mir hinterlassen.

Pilar zeigt einer Schulklasse ihren Rock

Pilar erzählt deutschen Schülern von Kolumbien. Foto: Michaela Kiepe/Bischöfliche Pressestelle Münster

Eines der ersten Dinge, die mich in Deutschland faszinierten war,dass so viele Menschen einfachen Zugang zur Bildung haben und dass die Kinder immer im Mittelpunkt stehen. Interessant sind auch die Straßenordnung und die weiten, flachen Landschaften. Außerdem finde ich die Herzlichkeit der Leute sehr gut: wenn man sich verloren fühlt, helfen sie dir, dich zurecht zu finden. Zum Beispiel in den gigantischen Bibliotheken, die es hier gibt. Weiterlesen

Themenwoche Familie – Liebe leben

familien-blogFamilie ist alles. – Geborgenheit, Nähe, menschliche Wärme manchmal auch Enttäuschung, Distanz, Gewalt.

Zur Themenwoche „Liebe Leben“ von Katholischer Medienverband haben wir Eltern und Kinder in ‪Deutschland‬ und ‪Lateinamerika‬ gefragt, was ‪Familie‬ für sie bedeutet, was sie an ihr lieben und wann es zu Streit und Konflikten kommt.

Vom 20. – 27. September stellen wir an jedem Tag ein Familien-Pärchen vor.

Die Beiträge sind Teil der Themenwoche „Liebe leben“, zu der der Katholische Medienverband Deutschland anlässlich der Weltbischofssynode aufgerufen hat. Weiterlesen

Ein neues Pfarrhaus für La Ye

Adveniat-Bischof Franz-Josef Overbeck wird von den Kindern des Dorfes begrüßt, als er mit Pfarrer Yoani Carzón und Adveniat-Hauptgeschäftsführer Bernd Klaschka zum neuen Pfarrhaus geht.

Adveniat-Bischof Franz-Josef Overbeck wird von den Kindern des Dorfes begrüßt, als er mit Pfarrer Yoani Cardona und Adveniat-Hauptgeschäftsführer Bernd Klaschka zum neuen Pfarrhaus geht.

Die Kinder tragen Fähnchen, einige sind mit Folkloretrachten gekleidet, die Frauen haben sich herausgeputzt, und es gibt sogar eine kleine Musikgruppe mit einer riesigen Trommel. La Ye hat sich herausgeputzt, denn heute soll das neue Pfarrhaus eingeweiht werden. Adveniat-Bischof Franz-Josef Overbeck soll symbolisch ein Band vor dem Eingang zerschneiden; denn das Pfarrhaus konnte nur gebaut werden, weil Adveniat den Bau unterstützte.

La Ye liegt direkt an der Panamericana, jener berühmten Autostraße von Alaska bis Feuerland. Der Straße merkt man das nicht an, obwohl sie seit einigen Jahren in deutlich besserem Zustand ist als früher. Benötigte man vor zehn Jahren noch sieben Stunden mit dem Allradwagen bis Quibdó, der Provinzhauptstadt des kolumbianischen Departamentos Chocó, sind es heute nur noch 90 Minuten. Dennoch: Schlaglöcher und Bodenwellen behindern ein zügiges Fahren. Der Chocó gehört zu den ärmsten Landstrichen Kolumbiens. Mehr als 80 Prozent der Bevölkerung sind Afrokolumbianer; ihre Vorfahren wurden als Sklaven aus Afrika nach Lateinamerika verschleppt und mussten in den Goldminen der Region an der Pazifikküste arbeiten. Weiterlesen

Kolumbien: Opfer und Täter Tür an Tür

Auf dem Gelände des neuen Zentrums: Padre David Fernandez und Adveniat-Bischof Franz Josef Overbeck. Foto: Christian Frevel

Als Padre David Fernandez vor gut zwei Jahren nach Bosa kam, zählte Stadt etwa 48.000 Einwohner. Inzwischen sind es mehr als 100.000, und das weitere Wachstum kann man mit Händen greifen. „Überall werden Wohnhäuser errichtet, täglich ziehen Menschen hierher. Unsere Gemeindestrukturen reichen längst nicht mehr aus.“

Kolumbien: Gespräche über Frieden und Aussöhnung

Gruppenbild nach einem langen Gespräch über die Situation in Kolumbien: Adveniat-Bischof Franz-Josef Overbeck und Bischof Luis Augusto Castro Quiroga, der Vorsitzende der Kolumbianischen Bischofskonferenz, zusammen mit Prälat Bernd Klaschka, Monika Lauer-Perez und Stephan Jentgens von Adveniat.

Gruppenbild nach einem langen Gespräch über die Situation in Kolumbien: Adveniat-Bischof Franz-Josef Overbeck und Bischof Luis Augusto Castro Quiroga, der Vorsitzende der Kolumbianischen Bischofskonferenz, zusammen mit Prälat Bernd Klaschka, Monika Lauer-Perez und Stephan Jentgens von Adveniat.

Adveniat-Bischof Franz-Josef Overbeck ist in Kolumbien unterwegs, um sich über die Situation des Landes und die Arbeit der Kirche zu informieren. Zudem besucht er Adveniat-Projekte und spricht mit Projektpartnern. Die Reise findet statt im Kontext der diesjährigen Adveniat-Aktion, die die Arbeit der Kirche in Lateinamerika für Frieden und Gerechtigkeit in den Mittelpunkt stellt. 

Luis Augusto Castro Quiroga ist ein in Sachen Verhandlungen um Frieden erfahrener Mann. Der aktuelle Vorsitzende der Kolumbianischen Bischofskonferenz hat selbst mehrfach an Verhandlungen zwischen der Regierung Kolumbiens und der FARC-Guerilla teilgenommen, zumeist in vermittelnder Position. Die Kirche in Kolumbien ist vielen Jahren bemüht, den seit 1964 anhaltenden Bürgerkrieg beenden zu helfen, und zum ersten Mal in den mehr als 50 Jahren bewaffneten Konflikts scheint es jetzt, dass die Verhandlungen Chancen auf eine Einigung haben. Weiterlesen

Kolumbien: Vom Guerillakämpfer zum Normalbürger

Ausschnitt aus dem Denkmal für die gefallenen Soldaten in Bogota. Fotos: Jürgen Escher

Unser letzter Tag in Kolumbien. In den letzten zwei Wochen sind wir auf der Suche nach Ansätzen für eine Lösung des jahrzehntelangen Bürgerkriegs kreuz und quer durch das südamerikanische Land gereist, haben die Menschen gefragt, was für sie „Gerechtigkeit und Frieden“ bedeutet. Denn genau so heißt das Motto der diesjährigen Jahresaktion von Adveniat.

Nun sitzen wir auf den Treppenstufen der Santiago-Kirche im südkolumbianischen Pasto und warten auf unseren letzten Gesprächspartner. Er ist spät dran. Die Sonne geht unter, es wird bitter kalt. Doch wir warten. Weiterlesen