Mexiko: „La Bestia“

Junge Männer warten an einer Station auf den Zug

Warten auf „La Bestia“. Foto: Adveniat/Wilhelm.

Karte von Mexiko

Karte: Tropical Discovery

Meine Adveniat-Projektreise in Mexiko führt mich weiter nach Playas, wenige Kilometer vor Palenque. Dort hat die Regierung mit Mitteln der USA eine Zollstation eingerichtet. Die Zöllner nehmen ihre Arbeit sehr genau: Jeder Fahrgast muss sein Gepäck aus dem Reisebus ausladen, dann damit zur Zollstelle gehen, wenn nötig deklarieren, die Gepäckstücke durch einen Scanner schieben und dann wieder in den Bus einladen.

Die mexikanische Regierung hat auf Drängen der USA an dieser Stelle die Zollstation eingerichtet, im Rahmen des „Plan Mérida“. Dieser ist eine Initiative der US-Regierung zur Bekämpfung des Drogenhandels in Süd- und Mittelamerika. Die Zollstation liegt gut 200 Kilometer von der guatemaltekischen Grenze entfernt. Sie ein Witz. Auch, weil es mehrere Alternativstrecken nach Palenque gibt, ohne Zollkontrollen und frei befahrbar. Weiterlesen

Eine Chance für Mexiko?

Stadtgrenze Ciudad Juarez und San Diego: Hier Mexiko, dort die USA.

Während meiner Projektreise für Adveniat durch Mexiko, übernahm Donald Trump die Präsidentschaft in den USA. Was bedeutet das für Mexiko?

80 Prozent des Handels werden mit den USA abgewickelt, was zeigt, wie abhängig die mexikanische Wirtschaft vom großen Nachbarn ist. Viele der Mexikaner arbeiten legal wie illegal in den USA. Statistiken belegen, dass die Ausreise von Mexikanern in den vergangenen Jahren stark rückläufig ist und inzwischen die Zahl der Rückkehrer in ihre Heimat weit über den Ausreisenden liegt. Auch die Abschiebung von illegal in den USA lebenden Mexikanern ist eine Tatsache. Dennoch spielen für das Land die Überweisungen der Mexikaner aus den USA eine wichtige Rolle. Weiterlesen

Mexiko vor Trumps Amtsantritt – Touristenmetropole Cancún mit zwei Gesichtern

Angst vor dem neuen US-Präsidenten und Sozialprotesten begegnen dem Mexiko-Referent des Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat Reiner Wilhelm vor Ort

Der Gasolinazos, also die Erhöhung des Benzinpreises um 20 Prozent, die Proteste gegen die Regierung und die Angst vor Donald Trump – das sind die bestimmenden Schlagzeilen der aktuellen Mexiko-Berichterstattung. Doch wer im mexikanischen Cancún landet erlebt das Tourismusziel Nummer 1 der Nordamerikaner. Cancún ist weltbekannt für seine schönen Strände und das türkisfarbene Meer, das Ferienparadies schlechthin. Weiterlesen

Als Freiwillige ein Jahr in Mexiko

In Mexiko hat sie zum Finale der Fußball-Weltmeisterschaft die deutsche Flagge aufgehängt, in Deutschland gehört die mexikanische Flagge zu ihren Erinnerungsstücken: Lena Gelsterkamp aus Dülmen ist in zwei Welten zu Hause. Zwölf Monate hat sie als Freiwillige in der katholischen Pfarrgemeinde Sagrado Corazón de Jesús (Heiliges Herz Jesu) in der mexikanischen Kleinstadt Progreso de Obregón gearbeitet. Seit Mitte August ist sie zurück, „mit neuen Horizonten“, wie sie selbst es beschreibt. Weiterlesen

Kindermigration: In den USA

Der Bischof von Dallas, Kevin Farrell, setzt sich für die Rechte von lateinamerikanischen Migranten in den USA ein, die keine Papiere haben.

Der Bischof von Dallas, Kevin Farrell, setzt sich für die Rechte von lateinamerikanischen Migranten in den USA ein, die keine Papiere haben.

Plötzlich ist alles anders als in Mexiko: wir sind in Dallas gelandet. Die Straßen sind breit und groß und ziehen sich wie in einem Zeichentrickfilm durch grüne Wiesen. Noch größer erscheinen die Parkplätze vor den Shopping Malls und Fastfood-Restaurants, die gefüllt sind von in der Sonne glänzenden Neuwagen. Fußgänger sind nur selten zu sehen. Straßenstände, an denen Essen angeboten wird, fehlen; laute Musik, die aus Häusern und Autos schallt, ebenso.

Wir sind angekommen. Dort, wo all die Männer, Frauen und Kinder, die wir auf unserer Reise getroffen haben, so sehnsüchtig hinwollen. In dem Land, das ihnen täglich in zahlreichen Kinofilmen, Serien und Fernseh­nachrichten Arbeit, Wohlstand und ein Leben in Sicherheit verspricht, und für deren Erreichen sie ihr Leben aufs Spiel setzen. Auf dem gefährlichen Weg durch Mexiko und der ebenso risikoreiche Grenzüberquerung. Weiterlesen

Kindermigration: Am Grenzzaun

An der Nordgrenze wehen die Flaggen der Vereinigten Mexikanischen Staaten und der Vereinigten Staaten von Amerika. Foto:  Øle Schmidt

An der Nordgrenze wehen die Flaggen der Vereinigten Mexikanischen Staaten und der Vereinigten Staaten von Amerika. Foto: Øle Schmidt

In den Außenbezirken von Ciudad Juárez wohnen die Menschen in unmittelbarer Nähe zum Grenzzaun. Doch nur für die mexikanischen Polkarhythmen, die aus den Häusern erklingen und die US-amerikanische Seite mitbeschallen, stellt der hohe Maschendraht kein Hindernis dar. Der Zaun ist für eine sportliche Person durchaus überwindbar, doch die Patrouillenwagen der Border Patrol erscheinen unmittelbar und im Wüstensand auf eine unheimliche Weise scheinbar lautlos neben einem, sobald man sich auf mexikanischer Seite dem Zaun nähert. Weiterlesen