Ein Fröhliches Weihnachtsfest euch!

Posada in Mexiko - adveniat.de

Posada in Mexiko – adveniat.de

Das Adveniat-Team wünscht euch allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Start in ein gesundes und glückliches Neues Jahr! Zu diesem Fest wollen wir heute einen traditionellen mexikanischen Brauch mit euch teilen – die Posada, die Herbergssuche, die mit einer spannenden Geschichte verbunden ist.

Im 16. und 17. Jahrhundert kamen die ersten christlichen Missionare aus Europa nach Lateinamerika und stießen dort auf einen wahren Götterkult, der die Feste und Traditionen des Landes bestimmte. Unter anderem feierten die Indígenas den Kriegsgott Huitzilopochtli in der Vorweihnachtszeit durch die „Posadas“ (Herbergssuche) und zwar ausgiebig mit Blumen, Tanz, Musik und  Opfergaben.

Neun Tage Herbergssuche

Die spanischen Missionare nahmen diese Tradition zur Vermittlung von christlichen Glaubensinhalten auf. Bei den „Posadas“, die traditionell neun Tage dauern (vom 16. bis zum 24. Dezember), ziehen Maria und Josef, begleitet von der Kirchengemeinde und der  Dorf- oder Stadtteilgemeinschaft, jeden Tag mit Blumenkränzen und Weihrauch von Haus zu Haus und bitten im Wechselgesang mit dem Herbergsvater um Aufnahme. Erst am neunten Tag und im letzten Haus werden sie nicht abgewiesen und weitergeschickt, sondern mit Freude sowie mit Essen und Trinken aufgenommen. Die „Posadas“ werden von Menschen aus der Gemeinde gespielt, die als Maria und Josef verkleidet sind, oder es werden Figuren der Heiligen von Haus zu Haus getragen.

Wir hoffen, dass auch ihr heute irgendwo eine offene Tür findet oder jemanden zum Weihnachtsfest zu euch eingeladen habt und euch in schöner Gesellschaft an das erinnert, was Weihnachten zu einem so großartigen Fest macht!

Bei den Kollegen unserer Blickpunkt Lateinamerika-Redaktion könnt ihr die Posada auch noch einmal akustisch miterleben.