Ein Kaffee für die Seele

Krasser Gegensatz: vom beschaulichen Vincente Lopez nach Merlo Moreno. 500.000 Menschen leben in der armen Trabantenstadt am Rande von Buenos Aires. Ich wohne bei der Sozialarbeiterin und Religionspädagogin Christl Huber. Christl wohnt in einem kleinen, bescheidenen Haus. Die Stühle auf der Terrasse sind immer besetzt. „Tomas un café?“, fragt Christel jede Frau, die bei ihr Hilfe sucht. Der Tag der Mutter, die mit der todbringenden Droge Pacco um das Leben ihrer beiden Söhne kämpft, ist nach dem Kaffee noch immer schwarz. Aber ein bisschen wärmer.

Carolin Kronenburg