Ein kleines Stück Lateinamerika in Essen

Referentin Stefanie Hoppe mit einem Geschenk aus Argentinien.

Die Gänge sind geschmückt mit Geschenken aus Süd- und Mittelamerika, die Büros dekoriert mit Familienfotos der Mitarbeitenden und die Kapelle ist eine wohltuende Oase. Sie strahlt Freude und Wärme aus und an einem so grauen Tag wie heute, begebe ich mich gerne dorthin, um Kraft zu tanken.

Mein Name ist Isabella Lindoso, ich bin 22 Jahre jung und Auszubildende bei Adveniat. Meine Familie stammt aus Brasilien, genauer gesagt: Recife im Bundesstaat Pernambuco und, wenn ich heute aus dem Fenster schaue, sehne ich mich sehr dorthin.

Arbeiten - fast wie in Lateinamerika: Auszubildende Isabella am Arbeitsplatz.

Arbeiten - fast wie in Lateinamerika: Auszubildende Isabella am Arbeitsplatz.

Als ich vor zwei Jahren bei Adveniat anfing, war ich anfangs sehr skeptisch, ob dies der richtige Ort für mich ist. Den ganzen Tag hinter einem Schreibtisch, umgeben von Theologen und Entwicklungshelfern und das drei mal die Woche (zwei Tage in der Woche habe ich Berufsschule). Dachte ich! Doch „Adveniat“ belehrte mich eines Besseren. Ich merkte schnell, dass die Mitarbeitenden nicht nur für die Menschen in Lateinamerika arbeiten, sie bringen auch ein Stück Lateinamerika in die Gildehofstrasse. Über fünf Etagen verteilt spürt man den Stolz der Argentinier, die Lebensfreude der Brasilianer oder das Temperament der Mexikaner. Als Auszubildende bei Adveniat hat man das Glück, fast jede Abteilung einmal kennenzulernen und den einzelnen Kulturen näher zukommen.

Fast so bunt wie der Karneval in Rio

Momentan bin ich im Medien-Referat. Hier sind vor allem Kreativität und schriftstellerisches Können gefragt. Mein Platz ist optimal dafür – auf der 11. Etage hat man die perfekte Sicht über die Essener Innenstadt. Doch an einem Tag wie heute, so grau und verregnet, hält sich die Begeisterung für die Aussicht eher in Grenzen. Jetzt benötigt man die Mentalität der Lateinamerikaner, um die Laune etwas aufzuhellen und dem Wetter entgegen zu wirken, ein Glück, dass ich bei Adveniat arbeite – eine Geschäftstelle die fast so bunt ist wie der Karneval in Rio de Janeiro!

Wohltuende Oase im Arbeitsalltag: die Adveniat-Kapelle.

Die herzliche Art meiner Kolleginnen und Kollegen hilft mir über das Heimweh hinweg. Ich hätte keinen passenderen Ort finden können, als das kleine Lateinamerika in Essen, für meine Ausbildung.

Text und Fotos: Isabella Lindoso

Kommentar zu “Ein kleines Stück Lateinamerika in Essen

  • 24. Mai 2013 at 13:47
    Permalink

    Stefanie, ich freue mich Dich wieder zu sehen! Du siehst gut aus!

    Isabella, eu também trabalhei em Adveniat e tenho muitas recordacoes boas desde tempo (1981-1987). Tudo de bom menina! Tome como exemplo a sua chefe e voce ainda sera muito feliz!

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