El Salvador: Aufbruch ins Ungewisse

„Wir glauben an Jesus, der zu uns kam, um uns Leben in Fülle zu bringen, und wir glauben an einen lebendigen Gott, der den Menschen Leben gibt und will, dass sie wirklich leben.“ (O. Romero)

hinflug_1743Am frühen Nachmittag des 17. März 2014 begann unsere Exposure-Reise nach El Salvador. Wir, das sind ein Student, zehn Studentinnen des katholischen Instituts der Universität Osnabrück, Martin Kempen vom Bistum Osnabrück und Prof. Dr. Margit Eckholt. Im vergangenen Semester hatten hatten wir uns mit dem Seminar „Auf den Spuren von Oscar Romero und Ignacio Ellacuria. Christlicher Glaube, Kirche, Theologie und Politik in Lateinamerika“ vorbereitet.

Zuerst ging es von Osnabrücker Hauptbahnhof nach Düsseldorf und wir konnten kaum glauben, dass es nun endlich losging. Nach dem allgemeinen Gewusel am Flughafen führten einige von uns ein lustiges Gespräch mit einem der Ticketkontrolleure. Er scannte die Tickets nacheinander ein und stellte und stellte jedem eine neue Frage. Die erste antwortete ihm, dass wir aus Osnabrück kommen, die zweite, dass wir eine Studienreise von der Uni machen, die dritte, dass wir zweieinhalb Wochen weg sein werden und so ging es weiter bis alle durch die Kontrolle waren und der Mann ganz genau Bescheid wusste.

hinflug_0155Der Flug nach Madrid war für viele enttäuschend, weil es kein Gratisessen im Flugzeug gab. Um 22:20 Uhr erreichten wir schließlich das Hotel in Madrid. Dort gingen elf Leute von unserer Gruppe zusammen essen, um den größten Hunger zu stillen. Mit unseren Einzelbestellungen machten wir den Kellner etwas verrückt, aber wir wurden doch satt und lagen gegen halb eins endlich im Bett.

Der folgende Tag brachte die nächste Etappe unserer Reise mit sich. Der Flug startete um 11.40 Uhr und war besonders für die aufregend, die noch nie so weit geflogen waren. Für erfahrene Flieger war es wiederum enttäuschend als sie feststellten, dass nicht jeder Passagier in der Lehne seines Vordermanns einen eigenen Bildschirm hatte. Aber wider erwarten überstanden wir den 14-stündigen Flug mit Uno spielen, Essen und drei Filmen, denen man wahlweise auf Englisch oder Spanisch über Kopfhörer folgen konnte.

hinflug1080265Ein kurzer Zwischenstopp in Guatemala mit Ausstieg, erneuter Sicherheitskontrolle und ein paar Souvenirläden stimmten uns schon auf unsere baldige Ankunft in El Salvador ein. Nach ca. 30-minütigem Flug und einer Strecke von 180 Kilometern erreichten wir El Salvador. Zu unserer Überraschung war es dort bereits um 18.30 Uhr ziemlich dunkel. Andere Passagiere erklärten uns jedoch, dass das dort normal sei. Dann wurde es noch einmal aufregend, als wir alle unsere Einreisepapiere abgeben mussten und ein Visum für 90 Tage bekamen. Mit Erleichterung stellten wir nach dieser Erfahrung auch fest, dass alle unsere Koffer heil angekommen waren!

Vor dem Flughafen wurden wir dann bereits von Prof. Dr. Martha Zechmeister erwartet. Von der tropisch-feuchten Hitze beinahe erschlagen waren wir überaus dankbar für das erste Geschenk der Gastfreundschaft, das Prof. Dr. Zechmeister für uns hatte: 13 gekühlte Wasserflaschen!

Augenblicke später kam unser kleiner Bus an auf dessen Dach unsere großen Gepäckstücke geschnallt wurden und wir drinnen Platz nahmen. Die Fahrt zum Hotel dauerte noch fast eine Dreiviertelstunde. Allerdings war es zu dunkel um viel mehr zu sehen als ein paar Lichter und Werbeschilder. Unser Hotel, das wir schlussendlich erreichten war sehr angenehm. Die Zimmer waren flugs verteilt, das Gepäck wurde uns abgenommen und wir konnten uns nach der langen Reise endlich wieder ausruhen.

Von Anna Seichter