El Salvador: Ein sanftes kikirikiiii

„Auch der Prunk dieser Welt vergeht, all die falschen Siege. Die Liebe aber vergeht nicht. Was auch nicht vergeht, ist das Bemühen, Geld, Besitztümer und das eigene Schaffen zu einem Dienst an den Anderen gemacht zu haben; das Glück, alle Menschen als Geschwister erfahren und mit ihnen geteilt zu haben.“ (Oscar Romero)

Am heutigen Tag wurden wir von einem sanften kikirikiiii um 4.30 Uhr morgens geweckt. Nach mehreren erfolglosen Versuchen wieder einzuschlafen standen wir schließlich ein wenig später auf und wurden bereits sehr herzlich von unserer Gastmutter und dem Hauspapageien begrüßt. Uns erwartete bereits ein reichhaltiges Frühstück mit frischen Früchten, Brot, gebackenen Bananen und Bohnenmus. Nachdem wir uns für den Tag gestärkt hatten machten wir uns auf den Weg, um mit den anderen Studierenden und einigen Gastgeschwistern in das nahe gelegene Freibad zu fahren. Die Fahrt dorthin war für uns alle ein großes Highlight der Reise, da wir wie die El Salvadorianer hinten auf dem Pick up standen und der Wind uns um die Nase wehte. Im Freibad angekommen zog es alle direkt ins „kühle“ Nass, da die Hitze bereits am Morgen für uns Deutsche kaum ertragbar war. Trotz ständigen Eincremens während unseres Freibadbesuches wurde niemand von der hohen Sonneneinstrahlung verschont. Am Ende des lustigen und erholsamen Tages hatten alle einen Sonnenbrand.

Tag11_IMG_0862Den Abend verbrachten wir wieder bei unseren Gastfamilien, die uns in den zwei vergangenen Tagen bereits sehr ans Herz gewachsen sind. Ihre Offenheit, Freundlichkeit und vor allem ihre Herzlichkeit gab einem immer direkt das Gefühl „zu Hause“ zu sein. Auch die Nachbarskinder kamen uns besuchen, um gemeinsam das mitgebrachte Kartenspiel UNO zu spielen. Zusammen mit unserer Gastfamilie und den Nachbarskindern aßen wir gemeinsam pupusas und spielten UNO, bis wir schließlich alle müde mit dem Gesang der Grillen ins Bett fielen.

Von Pia Warnke und Katharina Niemeyer

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Es bloggen die Teilnehmer einer Exposure-Reise nach El Salvador: Das sind ein Student, zehn Studentinnen des katholischen Instituts der Universität Osnabrück, Martin Kempen vom Bistum Osnabrück und Prof. Dr. Margit Eckholt. Das Thema der Reise lautet “Auf den Spuren von Oscar Romero und Ignacio Ellacuria. Christlicher Glaube, Kirche, Theologie und Politik in Lateinamerika”.