Essen: Erfahrungen für das Leben – nicht nur für den Lebenslauf

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„Ach, du bist bald im Praktikum? Was genau machst du denn da?“ Diese Fragen sind wohl ein Klassiker, wenn man von einem bevorstehenden Praktikum berichtet. Ich muss ehrlicherweise sagen, dass mir eine Antwort eben darauf vor meiner Zeit bei Adveniat schwer gefallen ist. Was würde ich wohl für Aufgaben bekommen? Mit welchen Themen würde ich mich genau beschäftigen? Jetzt, einen Monat später, habe ich eine Antwort. Der Tätigkeitsbereich: wesentlich breiter als der einer „klassischen“ Praktikantin in einer Pressestelle. Die Themen: vielseitig, kritisch und international. Kurzum: genau mein Ding!

Meine Erwartungen wurden dabei mehr als übertroffen. Als ich mich auf ein Praktikum bei Adveniat beworben habe, ging es mir in erster Linie darum, praktische Erfahrungen zu sammeln. Studieren ist natürlich die Basis, aber um zu lernen wie es danach weitergeht, bzw. weitergehen soll, braucht es doch mehr: ein wenig Praxis eben. Und zwei freie Monate Semesterferien sind da natürlich optimal. Warum aber gerade Adveniat? Lateinamerika, Journalismus und eine Hilfsorganisation – diese Kombination war für mich etwas Neues. Etwas, das ich gerne kennenlernen wollte. Dass ich bei Adveniat aber selber Interviews führen und auf der Internetseite selbst Sachen einstellen durfte und auch sofort ins Team aufgenommen wurde, damit habe ich nicht gerechnet.

Hinter die Kulissen und an den Rand der Gesellschaft gucken

Es war dabei vom ersten Tag an eine freundliche, kollegiale Atmosphäre. Das allein macht es schon viel einfacher, sich wohlzufühlen und in den Alltag einzufinden. Hinzu kam dann das Bemühen, mich einzubinden und mir Aufgaben zu übertragen, die ich eigenständig umsetzen konnte. Ob ich nicht Lust hätte, ein paar Mitarbeiter zu interviewen? Klar, gerne! Da sei die Brasilien-Aktion zu WM und Olympia, ob ich nicht Interesse hätte, daraus etwas zu machen. Ja, natürlich! So war von Anfang an etwas zu tun. Jedoch nicht nur irgendetwas, sondern auf eine Weise, dass ich viel dazulernen konnte.

In meinem letzten Blog habe ich von der bunten Belegschaft hier erzählt und dem südländischen Lebensgefühl bei Adveniat. Allein das war schon etwas Besonderes. Was für mich das Praktikum aber auch so reich an Erfahrungen gemacht hat, waren die Themen und Aufgabenfelder. Kritische Berichterstattung von Brasiliens Großereignissen, Randmeldungen aus Lateinamerika von denen in den großen Medien kaum jemand etwas mitbekommt – wie wichtig die Arbeit der Leute bei Adveniat ist, wurde mir mehr und mehr deutlich. Dass ich einen Monat lang daran mitwirken durfte, ist für mich deshalb mehr als nur Praxiserfahrung für den Lebenslauf. Meine Arbeit hat mich einmal mehr dazu angeregt, genau hinter die Kulissen und auch an den Rand der Gesellschaft zu gucken. Und was will man mehr? Ein Praktikum, das einem langfristig etwas mit auf den Weg gibt – und nicht nur, wie man den Kopierer bedient. Dass ich so ein Fazit ziehen werde, damit hatte ich im Vorfeld nicht gerechnet. Muchas gracias!

Text: Jana Echterhoff, Fotos: Carolin Kronenburg

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Jana Echterhoff studiert European Studies in Maastricht. In den Semesterferien macht die 20-Jährige ein vierwöchiges Praktikum im Medienreferat des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat. Denn: Sie möchte später im Bereich Journalismus oder Entwicklungshilfe arbeiten.

 

Kommentar zu “Essen: Erfahrungen für das Leben – nicht nur für den Lebenslauf

  • 12. August 2015 at 06:24
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    Jaaa..natfcrlich! Habe dich soeben vinelrkt! Sobald ich am Freitag wieder vernfcnftig Internet habe, werde ich mir deine neue Seite auch mal genauer anschauen ..nur so macht das wirklich keinen Spadf O:)

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