Jünger sein und Jünger werden

Das Warmsingen war heute bitter nötig. Denn die meisten von uns waren im strömenden Regen zur Katechese nach Leme gepilgert. Wohin das Auge reichte, sah man nasse Regenjacken ausgebreitet in der Kirche liegen und der Großteil der Teilnehmer hatte nasse Füße. Die heutige Katechese stand unter dem Motto „Jünger sein und Jünger werden“.
Während des WJT finden von Mittwoch bis Freitag immer von neun bis dreizehn Uhr die Katechesen an vielen Orten in Rio in unterschiedlichen Sprachen statt.

Hatte die gestrige Katechese der Jugendbischof Karl-Heinz Wiesemann geleitet, begrüßte und heute der österreichische Kardinal Schönborn im Katecheseort des Bistums Münster. Deswegen waren heute auch einige österreichische Gruppen anwesend. Kardinal Schönborn begann die Katechese mit einem „Grüß Gott“, bevor er auf das in Rio herrschende „Papstwetter“ einging. Er erklärte uns, dass man das in Österreich immer dann sagen würde, wenn es so richtig regnet, weil das bei den Papstbesuchen in Österreich bisher immer der Fall war. Das trifft scheinbar auch auf Papstbesuche in Rio de Janeiro zu.

Nach dieser erfrischenden Begrüßung sprach er dann mit uns über das „Berufen sein“. Dazu nahm er drei Bibelstellen, anhand derer er uns die Berufung durch Jesus und ihre Bedeutung klar machte. Nach diesem Impuls sollten wir dann mit unseren Nachbarn über die vom Kardinal gestellte Frage „Wer ist berufen?“ diskutieren. Vorweg sagte er selber, dass seiner Meinung nach jeder von uns berufen ist. Allerdings müsse jeder selbst entscheiden, ob und wie er dieser Berufung folgen will.

Text: Kathrin Hendricks