Peru: Karneval im Heiligen Tal der Inka

Etwa 33 km von Cusco (Peru) entfernt, liegt eingebettet in Berge das kleine Städtchen Pisac, am Rio Urubamba. Einst war es die Heimat der Inkas. Zur Zeit des Karnevals, im Februar jeden Jahres, erinnern traditionelle Tänze und Kleidung an die vergangenen Zeiten. Die Stadt ist geschmückt mit bunten Ballons und Luftschlangen und erwartet etwa 15 Tänzergruppen aus der gesamten Region.

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Am Morgen zieht eine farbenfrohe Menge durch die Straßen bis hin zum Plaza de Armas, wo bereits am Vorabend eine Tribüne für die Zuschauer aufgebaut wurde.Vor der Kirche versammeln sich die Tänzer und Tänzerinnen in vielfältigen Ponchos aus Alpakawolle, bemalten Gesichtern und Schmuck aus Blumen und Stroh. Begleitet von Live­-Musik, hat jede Gruppe, je zur Hälfte Frauen und Männer, circa zehn bis fünzehn Minuten zur Verfügung, um ihre Folklore zu präsentieren.

Symbolisch werden Lebensweisen, Rituale und Kämpfe, Naturelemente und Feldarbeit in den Tänzen dargestellt. Teilweise springen die Frauen auf die Rücken der Männer oder ziehen diese an den Füßen über den Platz. Robertina Ylla Velasquez (20) von der Gruppe „Inca pallay“ wickelt Wollfäden für ihren Tanz „Awa chuyay“ auf eine Spindel. Das ist Chechua und bedeutet Tanz des Gewebes.

Ihre Gruppe besteht aus 18 Personen und ist aus dem Ort Chahuaytire angereist. Diese Inkatraditionen werden von Kindern und Jugendlichen mit Wasserbomben und Schneesprays begleitet. Ein Spaßfaktor, der Pisac im Laufe des Tages in ein buntes, wildes und schaumiges Städtchen verwandelt, das nicht vergisst seine historischen Wurzeln zu wahren.
Text & Fotos: Tina Umlauf

 

Kommentar zu “Peru: Karneval im Heiligen Tal der Inka

  • 24. Februar 2016 at 13:45
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    Sehr gut geschrieben und echt sehr tolle Bilder aus Peru… macht Freude sie anzusehen!!! Vielen Dank an Frau Umlauf.

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