Mexiko: Wann kommt man bei einem Kongress an…?

Kurz nachdem ich in der Casa Lago, dem Sitz des Kongresses „Heute den Glauben in der Stadt leben – Die großen lateinamerikanischen Städte und die aktuellen Prozesse des sozialen, kulturellen und religiösen Wandels“ fing ich an nachzudenken:
Wann kommt man bei einem Kongress an?

Das Teilhaben an einem solchen Kongress kann ganz unterschiedlich aussehen. Da gibt es die Organisatoren, deren Terminkalender sehr stark von der Veranstaltung beeinflusst worden ist. Alles funktioniert sehr gut und das nicht aus Zufall, man kann die Arbeit im Hintergrund überall spüren.
Ich glaube, sie sind angekommen in dem Moment, in dem sie diesen Kongress geträumt haben…

Teilnehmer wie ich, wir sind Ortsgruppen aus Argentinien, Brasilien, Kolumbien, Chile und Mexiko. Manche Gruppen sind früher entstanden, andere später, aber wir haben alle vor einigen Jahren angefangen, Studien zu entwickeln und haben uns immer wieder auf unserem Weg ausgetauscht. In diesen Tagen sind wir hier, machen weitere Fortschritte, tauschen Überzeugungen und neuen Fragen aus.
Ich meine, dass wir in dem Moment angekommen sind, als wir mit dem Abenteuer der kollektiven Forschung begonnen haben.

Viele andere sind Teil des interkulturellen lateinamerikanischen Austausches und treffen sich zum gemeinsamen Reflektieren im Rahmen des Kongresses. Es sind Experten eingeladen worden, die mit ihren Arbeitsgruppen einen wichtigen Beitrag durch ihren spezialisierten Blick beigetragen haben.
Sie sind irgendwie angekommen am gleichen Tag, an dem sie ihren Austausch begonnen haben.

Es ist mir wichtig, auch die kirchlichen Referenten hervorzuheben, die in der Thematik ‚Großstadt’ sehr engagiert sind. Viele von ihnen sind Gruppenleiter, Teilnehmer oder Koordinatoren von Foren. Sie repräsentieren unterschiedliche Herkunftsländer und verschiedene Gruppen, die sehr hintergründige Überlegungen liefern.
Ich denke, sie sind angekommen zu dem Zeitpunkt als Sie Verantwortlichkeiten für Institutionen oder Gemeinschaften übernommen haben.

Es gibt Jugendliche:
Sie kamen an dem Tag an, als Gott sie geträumt hat in der Kirche in der aktuellen Welt und in der Zukunft. Junge Akademiker und junge Arbeiter, die uns bei der guten Entwicklung des Ereignisses helfen.

Und die Einwohner und Reisenden der Städte: „Wann kommen Sie an?“ Ich glaube sie kommen immer dann an, wenn wir sie wieder in unser Gedächtnis bringen, wenn wir sie in unseren Herzen zurückholen, wir ihre Aussagen und Gewohnheiten teilen und verantwortungsvoll überdenken, wenn wir für sie beten:
Sie kommen an, wenn der Heilige Geist auch in unserem Kongress einen Platz findet.

Text: Carolina Bacher Martínez

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Carolina Bacher Martínez ist Pastoraltheologin aus Argentinien.