Welttag des Wassers

Der „Tag des Wassers“ auch „Weltwassertag“ genannt, wurde am 22.Dezember 1992 auf der 47. Vollversammlung der Vereinten Nationen (UN) ins Leben gerufen. Ausschlaggebend dafür war die Agenda 21 (Kapitel 17) des in Rio de Janeiro beschlossenen Aktionsprogramms zum internationalen Umweltschutz.

Der „Tag des Wassers“ soll dazu dienen, die in der Agenda 21 aufgeführten Vorschläge und Empfehlungen in den einzelnen Ländern umzusetzen. Am Weltwassertag sind die Mitgliedsländer der UN aufgefordert, auf die Bedeutung des Wassers für das tägliche Leben aufmerksam zu machen. Laut der UN-Resolution soll dies durch ein entsprechendes Bewusstsein in der Bevölkerung zu erreichen sein. Ziel ist es, bestimmte Themen in den Vordergrund zu stellen wie beispielsweise die Tatsache, dass eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser haben. Der Tag des Wassers steht jedes Jahr unter einem anderen Motto.

Das Thema für den 22. März 2013, den 20. Weltwassertag, lautet: „United Nations International Year of Water cooperation“ (Zusammenarbeit im Wasserbereich).

Wasser ist die wichtigste Substanz der Welt. Etwa 70 % unserer Erde sind mit Wasser bedeckt, zusammengerechnet gibt es auf der Erde 1,4 Billiarden Liter Wasser. Davon sind etwa 97 % Salzwasser und nur 3 % Süßwasser.

Es ist Bestandteil aller Lebewesen. Wir Menschen bestehen etwa zu 2/3 aus Wasser. Wir können maximal vier Tage ohne Wasser überleben. Der Stoffwechsel funktioniert nur, wenn dem Körper ausreichend Wasser zur Verfügung gestellt wird. Täglich benötigen wir deshalb mindestens 2,5 Liter Wasser aus Speisen und Getränken. Wie jeder weiß, verbrauchen wir täglich viel Wasser. Wenn wir uns mal die Frage stellen, wie viel Wasser der Mensch überhaupt (ver)braucht, bekommen wir für Deutschland eine eindeutige Antwort: 127 Liter Trinkwasser verbraucht jeder Deutsche durchschnittlich Tag für Tag. Sei es fürs Duschen, Baden, Wäsche waschen, Geschirrspülen, Kochen, Trinken als auch für die Toilettenspülung. Dieses Ergebnis ist erschreckend! Wenn man Deutschland mit anderen Ländern vergleicht, verbrauchen wir sehr viel Wasser.

Wasserknappheit und der Klimawandel sind die Zukunftsthemen der Menschheit.

Dies liegt vor allem daran, dass das Wasser nicht immer da ist, wo es gebraucht wird und daran, dass Wasser ein wesentlicher Bestandteil natürlicher Systeme ist; der Erhalt der Natur und die Ansprüche der Menschen treffen unmittelbar aufeinander. Wasser ist vieles zur gleichen Zeit: Bestandteil von Ökosystemen, Wirtschaftsgut und Lebensmittel.

Leider ist es so, dass es nicht jedem Menschen so gut geht wie uns. Anhand eines Beispiels von Chile, kann man die ungerechte, ungleiche Verteilung des Wasser erkennen:

Santiago de Chile:

Noch vor kurzem mussten zwei Millionen Menschen ohne Wasser auskommen

In der chilenischen Hauptstadt Santiago hatten mehr als zwei Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Es wurde über Nacht zum 23.01.2013 wegen des zu stark verschmutzen Flusses Rio Meipo abgestellt. Zuviel Regen kann auch zu wenig Wasser bedeuten. In diesem Fall hat starker Regen und warmes Wetter zu heftigen Schlammlawinen und Überschwemmungen geführt. Die Trinkwasserversorgung wurde teils unterbrochen teils wegen Verschmutzung abgestellt. Die Bevölkerung versorgte sich entweder im Supermarkt oder an Tanks, die in ihre Wohnviertel gebracht wurden. Das Problem könnte zum Teil hausgemacht sein, warnen Kritiker des Projekts Alto Maipo, weil der Fluss auch für die Stromerzeugung genutzt werden soll. Fast 600.000 Haushalte  konnten darum bis Mitte der Woche nicht mit Trinkwasser aus der Leitung versorgt werden. Nach Ansicht von Experten könnte sich ein solcher Erdrutsch wiederholen. Schwere Regenfälle innerhalb kurzer Zeit seien zwar nicht der Normalfall, aber nichts Ungewöhnliches zu dieser Jahreszeit, erklärte die Meteorologin Álvaro Mauro von der Universidad de Chile gegenüber dem Portal terra.cl. Man könne nur vorsorgen, um „die Risiken zu minimieren“ und Bodenerosion, etwa durch Bautätigkeiten, zu verhindern suchen.

Meine eigene Meinung zum Umgang mit Wasser:

Meiner Meinung nach spielt das Wasser für unser Leben eine entscheidende Rolle. Ohne Wasser könnte man nicht überleben. Jedoch finde ich es immer wieder sehr traurig, sehen zu müssen, wie einige Menschen rücksichtslos mit dem Verbrauch des Wassers umgehen. Wir denken viel zu selten daran, dass es uns „GUT“ geht und wir uns glücklich schätzen könnten mit dem, was wir haben.

Text: Raquel Plauk, Auszubildende bei Adveniat