Kolumbien: 500 Bilder für 500 Ermordete

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Ulrike Purrer mit einer Jugendgruppe zu Besuch in der „Casa de la Memoria“. Fotos: Jürgen Escher

Das Zentrum Tumacos gleicht einem Ameisenhaufen. Straßenhändler bieten Früchte an, die allgegenwärtigen Motorräder befördern die Menschen als Taxiersatz für wenig Geld von einem Ende der Insel zum nächsten. Wir sollen die Fahrer nicht fotografieren, warnt unsere Gastgeberin Ulrike Purrer, Leiterin der Jugendarbeit der Diözese. Einige der Motorradfahrer seien gleichzeitig für viele der Ermordungen verantwortlich, stünden im Dienste der sich bekämpfenden Gruppen.

In einem schmalen Gebäude liegt die „Casa de la Memoria“, eine Gedenkstätte für die Opfer der anhaltenden Gewalt in Tumaco, die mit finanzieller Unterstützung von Adveniat aufgebaut wurde. Viermal so hoch wie im Landesdurchschnitt ist die Mordrate in der Stadt, kaum ein Jahr vergeht ohne 200 bis 300 Morde. In der „Casa“ hängen die Bilder von 500 Ermordeten. Ulrike Purrer ist heute mit ihrer Jugendgruppe vor Ort, zum ersten Mal besuchen die Jugendlichen die Gedenkstätte. Weiterlesen

Guatemala: Unsichtbare Gewalt

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Friedlich sieht er aus, der Basketballplatz gegenüber der Kirche Santa Catarina Pinula. Doch bei Dunkelheit ist es der gefährlichste Ort im Viertel. Fotos: Achim Pohl

Guatemala ist nach Honduras und zusammen mit El Salvador das gefährlichste Land Lateinamerikas. Auf den ersten Blick wirkt es nicht so. Auf dem Platz gegenüber der großen Kirche in Santa Catarina Pinula findet gerade ein Basketballspiel statt. Um das Feld sitzen Zuschauer und nippen an ihrer Cola. Nebenan wird in kleinen Grüppchen Fußball gespielt, manchmal rollt der Ball zu Kleinkindern, die mit ihren Dreirädern unterwegs sind. Gefährlich wirkt das alles nicht.

„Alleine traue ich mich nicht rüber“, sagt mir Marina und schaut von den Treppenstufen der Kirche zum gegenüberliegenden Platz. Die junge Frau wohnt in dem Viertel und engagiert sich in der Gemeinde von Santa Catarina Pinula. „Es ist der gefährlichste Ort hier im Viertel.“ Das sei vor allem bei Dunkelheit so, aber auch jetzt wäre niemand sicher. Die gemütliche Wochenendstimmung trügt. Das Viertel um die Kirche ist ein Rotlichtviertel und Drogenumschlagplatz Nummer eins. Niemandem ist anzusehen, ob er zu einer der berüchtigten Jungendbanden gehört, die in Guatemala alle Menschen in Angst versetzen. Innerhalb von Sekunden könne die friedliche Stimmung umschlagen. „Früher war das nicht so. Da konnten wir auch abends noch mit unseren Freunden auf der Straße spielen. Jetzt treffen wir uns nur noch drinnen“, erzählt Marina. Weiterlesen

#Blogparade: Christiellen möchte etwas zurück geben

Christiellen Arruda möchte ihren Eltern etwas zurückgeben, von dem was sie ihr geschenkt haben - Adveniat.de

Christiellen Arruda möchte ihren Eltern etwas zurückgeben, von dem was sie ihr geschenkt haben. Foto: Christina Weise

Wer Cristiellen Arruda trifft, lernt ein quirliges 21-jähriges Mädchen kennen, das gerne lacht und viel erzählt. Cristiellen kommt aus Brasilien. Sie lebt zusammen mit ihren Eltern und ihrer jüngeren Schwester in der Peripherie von Rio de Janeiro, in einer Region, die Baixada Fluminense heißt. Diese Region ist von Armut und Kriminalität geprägt. Vor allem seit in Rio de Janeiro die Vorbereitungen für die WM in Brasilien begannen, wurde Cristiellens Heimatstadt Queimados immer gefährlicher. Weiterlesen

„Advent bewegt“-App – Lass dich entschleunigen!

Adveniat App - Jetzt im AppStore herunter laden.

Schon mal etwas von „Schuhhockey“ gehört?

Wie das geht und was es obendrein mit Advent zu tun hat, verrät euch unser Adventskalender „Advent bewegt“, den wir zusammen mit der DJK Sportjugend herausgegeben haben. Darin verbinden sich spirituelle Impulse, unter anderem aus Lateinamerika, und sportliche Übungen. Dass Sport und Spirituelles zusammenpassen, wird dabei schnell klar. Denn die bewusste Verbindung von Körper und Geist ist eine schöne Möglichkeit, christliche Themen in der Advents- und Weihnachtszeit anzugehen.

Allein Zuhause oder in der Gruppe

Die Anregungen könnt ihr alleine zuhause, aber auch in Gruppen- oder Sportstunden, in euren Teamtreffen oder im Unterricht umsetzen. Und das beste daran: Das alles passt wunderbar in die Hosentasche: Tag für Tag könnt ihr ein Kläppchen auf dem Smartphone öffnen. Die App bietet außerdem viele spannende Infos über die Länder Lateinamerikas. Weiterlesen

Gottesdienst per Live-Stream – kommt da was an?

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Zwischen kühler Technik und adventlicher Emotion – meine Live-Stream-Kulisse

Ich muss gestehen, ich bin bei Fernsehgottesdiensten oder Messen per Livestream immer etwas skeptisch. Auch wenn es natürlich erst einmal eine nach wie vor faszinierende Technik ist, die Menschen weltweit an etwas Teil haben lässt, das sie sonst wohl nicht miterleben würden. Aber irgendwie fehlt da natürlich etwas. Ein so emotional aufgeladenes Ereignis wie einen Gottesdienst vor dem Flachbildschirm mitzuerleben –

Was kommt da überhaupt an?

Ohne dass ich an der Heiligen Kommunion teilnehmen kann? Ohne die Gemeinschaft in einem Raum zu teilen? Und ohne mitzusingen? Na gut, ich könnte – aber naja… Weiterlesen