Kolumbien: Leben als Ausnahmezustand

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Treffen mit Jugendlichen der Jugendpastoral in der „Casa de la Memoria“ (rechts: Ulrike Purrer). Fotos: Jürgen Escher

Die zweite Station unserer Kolumbienreise liegt im äußersten Süden, an der vom Rest des Landes isolierten Pazifikküste. Aus der Luft betrachtet liegt die 80.000 Einwohner zählende Küstenstadt Tumaco traumhaft, ein von Urwald umgebener Ort mit Badestränden. Doch bereits im Landeanflug können wir die armen Pfahlbauten sehen, die in die Mangroven hinein gebaut wurden.

Tumaco liegt auf zwei Inseln inmitten einer Bucht. Die große Mehrheit der Menschen hier sind Afrokolumbianer, die in den letzten Jahrzehnten aus den Urwaldregionen in die Stadt gezogen sind. Hier haben sie ihre Holzhütten auf Pfählen in die Uferregionen gebaut, wo sie unter prekären hygienischen Bedingungen leben. Weiterlesen