Brasilien: Beeindruckend und beängstigend

Schauspielerin Eva Habermann, die zu den 11 Freunden der Aktion „Steilpass“ gehört, ist mit der „Steilpass“-Delegation nach Brasilien gereist. Nach zwei Tagen in Rio de Janeiro hat sie ihre Eindrücke aufgeschrieben:

Schon jetzt liegen bei mir die Nerven blank. In Rio deutet nichts darauf hin, dass hier eine WM stattfinden wird. Ich sehe keine Flaggen, keine Girlanden, keine Vorfreude in den Gesichtern der Menschen. Ich hatte so etwas schon erwartet, aber ich hätte nie gedacht, dass es so schlimm sein wird. Ich freue mich auf die WM, so ist das nicht, aber Brasilien ist ein Land, das die Voraussetzungen für eine großangelegte Fußball-WM eigentlich nicht erfüllen kann. Weiterlesen

Brasilien: Im Schatten der WM

Christina Weise, Ana Gabriela und Maryana.

Christina Weise, Ana Gabriela und Maryana.

„Ich werd‘ mir die WM-Spiele nicht angucken“, sagt die 15-jährige Mayara. „Ich bin lieber auf der Straße, als das ich fernsehgucke.“ Was sie auf der Straße macht? „Nichts Besonderes. Nur abhängen,“ sagt sie. „Aber das ist besser als Fußball zu gucken. Das ist langweilig.“ Früher hat sie sogar selbst gespielt, aber jetzt den Spaß daran verloren. Ihre jüngere Schwester Ana Gabriela ist da ganz anderer Meinung. Sie möchte am liebsten jedes WM-Spiel sehen und freut sich besonders auf die Spiele von Brasilien. In ihrem Neymar-Shirt der brasilianischen Nationalmannschaft ist sie dafür schon richtig gekleidet. „Ich liebe Fußball und spiele selber auch“, erzählt sie. Als Tiago sagt, er glaube, das Deutschland die WM gewinnen wird, beginnt eine heiße Diskussion. Weiterlesen

Brasilien: Ein Steilpass nach Rio

Stephan Jentgens...

Stephan Jentgens…

... und Volker Monnerjahn bei der Ankunft in Brasilien.

… und Volker Monnerjahn bei der Ankunft in Brasilien.

In den frühen Morgenstunden tauchte am Dienstag durch die dichte Wolkendecke über São Paulo ein Flugzeug ab – mit Kurs auf den internationalen Flughafen. Darin, zwischen vielen Fußball-Fans, die Delegation der „Aktion Steilpass“: Adveniat-Geschäftsführer Stephan Jentgens, Christian Frevel, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit bei Adveniat, Heribert Kron von der KAB, Volker Monnerjahn, Präsident des DJK-Sportverbandes, Daniel Steiger, KLJB-Bundesseelsorger, Schauspielerin Eva Habermann, Fotograf Martin Steffenund Adveniat-Volontärin Christina Weise. Zur Begrüßung war für alle Passagiere der grüne Teppich ausgerollt worden. Ein erstes Bisschen WM-Feeling im Fußball-Land Brasilien. Weiterlesen

Brasilien – Weltmeister der sozialen Unterschiede

Im Stadion "Arena Castelao" in Fortaleza wird auch die deutsche Elf bei der Fußball-WM 2014 spielen - Hubertus Gärtner von der Neuen Westfälischen Zeitung macht sich auf der Adveniat-Pressereise dafür warm. Foto: Bastian Henning

In der Arena Castelao in Fortaleza wird auch die deutsche Elf bei der Fußball-WM spielen – Hubertus Gärtner von der Neuen Westfälischen Zeitung macht sich auf der Adveniat-Pressereise dafür warm. Foto: Bastian Henning

Fortaleza. Wer in einer Woche etwa 20.000 Kilometer zurücklegt und dabei in den vier brasilianischen Millionenmetropolen Rio de Janeiro, Sao Paulo, Recife und Fortaleza Station macht, der muss am Ende wohl zwangsläufig ein wenig müde und erschöpft sein. So geht es nun auch mir, der ich in den vergangenen Tagen im Land des WM-Gastgebers unterwegs gewesen bin. Veranstalter der Pressereise  war die katholische Hilfsorganisation Adveniat. Ihr Anliegen ist es, gerade vor dem Beginn der kommenden Fußball-Weltmeisterschaft den Blick nicht nur auf Sport und Glamour, sondern  auch auf die sozialen Probleme zu lenken, von denen es in Lateinamerika leider immer noch viel zu viele gibt. Weiterlesen

Brasilien: Raus aus dem Paradies!

DSC_3648Gleich kann zu Mittag gegessen werden, aber vorerst tuckert das rote Fischerboot gemächlich noch ein kleines Stück weiter in die Flussmündung. Stolz steht Lailson am Bug dieses kleinen Kahns, der ihn durch sein Revier fährt, denn er ist der Präsident der Colonia Z08 – so heißt das Fischereigebiet im Schatten des neuen Hafens von Suape.

DSC_3633Wer sich mit dem freundlichen 55-Jährigen aufmacht, dieses Stückchen Erde Brasiliens zu erkunden, dem offenbart sich schnell ein traumhaftes Terrain. Sandstrände wie im Hochglanz-Reiseprospekt, Mangroven, aus denen die Vögel empört gen Himmel flattern, weil das Boot auf dem tiefblauen Wasser ihrem Baum zu nahe kommt. Natur pur – auf der einen Seite der Mündung des Rio Ipojuca. Weiterlesen