WJT: Obrigade- Danke!

Heute ist der große Tag des Abschieds. Die Koffer sind gepackt und seltsamerweise schwerer und voller als zu Beginn unserer Reise.

Insgesamt 17 Tage durften wir die offene und freundliche Gastfreundschaft der Brasilianer kennenlernen und genießen. Diese Tage waren gefüllt von den verschiedensten Aktivitäten: Besuche in den verschiedenen Projekten Adveniats, die eindrucksvolle Begehung der Favela, die Katechsen des Weltjugendtages und natürlich die Begegnung mit Papst Franziskus. In unseren Koffern gelangen deshalb nicht nur Souvenirs, sondern auch viele schöne Erfahrungen, Erinnerungen und Situationen die nochmals in Ruhe verarbeitet werden sollten.

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WJT: Sehnsucht nach Geborgenheit

Straßenkinder, Frauen im Rotlichtmilieau und Jugendliche in Favelas. Nachdem wir in den vergangenen Wochen ganz unterschiedliche Adveniat-Projekte besucht haben, berichtet Anna Limbach noch einmal von einem Projekt, das uns alle ganz besonders beeindruckt, aber auch sehr nachdenklich gemacht hat: ein Kinderheim von Amar. Ein Erlebnis, das wir so schnell nicht vergessen werden.

Videostatement: Anna Limbach, Video: Mareille Landau

WJT: Die Wahl zwischen Gut und Böse

Es wird schlagartig ruhig im Raum, als die Katechese für die Kinder beginnt. Schwester Adma, die Leiterin der Gruppe, beginnt mit einem Gebet. Sie wählt das Beispiel eines Steines, dessen Nutzung von uns abhängt. Er kann genutzt werden, um jemanden zu erschlagen oder zu verletzten. Aber er kann auch zum Bau eines Hauses als Fundament dienen.

Nach und nach werden die Kinder zwischen acht und zwölf Jahren aufgerufen und immer wieder liebevoll einbezogen und persönlich befragt, ob sie verstanden haben was Schwester Fatima meinte. Einige der Kinder öffnen sich dabei und sprechen über ihre Gedanken und Assoziationen, andere wirken ruhig und bedächtig. Dann nimmt die Schwester das Handy eines Mädchens und nutzt es als Sinnbild. „Du kannst dieses Handy jemandem an den Kopf werfen, oder du kannst mit jemandem telefonieren und auch eine gute Nachricht überbringen. Es hängt von dir ab, du hast die Entscheidung über dein Tun.“

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WJT: Wie lernt man Cup-oeira in 3 Minuten?

Angelehnt an die afro-brasilianische Kampfkunst Capoeira, haben wir gestern von den Kindern bei Amar eine interessante Variation davon kennen gelernt – das Cup-oeria: Man nehme dazu vier Deutsche mit überschaubaren Rhythmusgefühl, eine slowakische Volontärin mit viel Geduld, Können und Enthusiasmus, eine motivierte und mitreißende brasilianische Lehrerin und für jede Person einen Becher.

Nach einem spaßigen Nachmittag mit den Kindern in dem Projekt von Amar erlernten wir den typischen brasilianischen Cup-oeira („Bechertanz“), der für viele Lieder den Rhythmus angibt. Schnell mussten wir uns eingestehen, dass die Kinder die kleine Übung in 300-facher Geschwindigkeit schaffen. Wir sind jedoch motiviert annähernd an das wahnsinnige Tempo heran zu kommen.

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WJT: AMAR – Liebe leben

Wir sind angekommen! Bei geschmeidigen 23 Grad begrüßte uns Rio mit tollem Wetter und das um 4.30 Uhr in der Früh. Untergebracht sind wir in einem Adveniat Projekt namens Amar. Am Rande von Rio kümmern sich die acht Mitarbeiter um Kinder zwischen sieben und vierzehn Jahren aus den umliegenden Stadtteilen und Favelas. Als wir heute morgen um 7.30 Uhr von Kinderlärm geweckt wurden, spürten wir den Jetlag noch in den Knochen.

Nach einem typisch brasilianischen Frühstück mit Brötchen mit salziger Butter und einem riesigen Obstkorb wurden wir mit großer Herzlichkeit von einigen Mitarbeitern des Projektes begrüßt und umsorgt. Wir waren sehr berührt, als uns die Verantwortlichen in einer gemütlichen Gesprächsrunde erzählten, dass das Projekt von jungen Menschen gegründet wurde, die selbst einmal Betroffene von schwierigen Lebenssituationen waren. Eine der Grundideen des Projektes ist der Leitidee von Don Bosco nachzugehen: „Es ist nicht wichtig zu sagen, dass man jemanden liebt. Es ist wichtig, dass dein Nächster sich von dir geliebt fühlt.“ In diesem Moment wurde deutlich, wie diese Idee von den Mitarbeitern gelebt wird und auch bei den Kindern im Projekt Früchte trägt.

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