Nationaltreffen der kirlichen Basisgemeinden in Brasilien

DIE CA. 80.000 KIRCHLICHEN BASISGEMEINDEN IN BRASILIEN (COMUNIDADES ECLESIAIS DE BASE – CEBS)  haben eine lange Tradition. Seit Mitte der 1970er Jahre werden Nationaltreffen der CEBs durchgeführt. Mit Porto Velho als Veranstaltungsort findet erstmals ein Nationaltreffen der Basisgemeinden in der flächenmäßig größten Region des Landes – dem Amazonas-Raum – statt. Dies liegt ganz auf der Linie der gesellschaftlichen und auch der kirchlichen Hinwendung  nach Amazonien in den letzten Jahren. Gemessen an der Realität anderer Regionen des Landes sind die Herausforderungen im Amazonas-Raum besonders groß und vielfältig. In Porto Velho breiten sich vor allem die extensive Viehwirtschaft und die Sojamonokulturen immer weiter aus. Es gibt zahlreiche Landkonflikte, die Indios, Kleinbauern und Goldsucher involvieren. Illegale Goldsuche und Abholzung des Regenwalds, sowie der Bau von zwei großen Staustufen am Rio Madeira haben schwerwiegende Auswirkungen auf Mensch und Natur. Zum Nationaltreffen im Juli 2009, das unter dem Leitwort „Aus dem Schoß der Erde kommt der Schrei Amazoniens“ steht, erwartet man 3.000 Delegierte aus ganz Brasilien. Das Nationaltreffen der CEBs ist von großer Bedeutung für die Lokalkirche von Porto Velho, die Region Westamazonien und die Kirche in Brasilien. Für die Ortskirche von Porto Velho war es eine mutige Entscheidung, Austragungsort des XII Encontro zu werden. Die Katholische Kirche muss gegen permanente Anfeindungen, teilweise auch Bedrohungen seitens einiger politischer Gruppen und der organisierten Kriminalität, ankämpfen. Weiterlesen