Chile: Der Schatz des Priesterseminars

Das „Seminário Pontífico“ von Santiago de Chile ist ein moderner Backsteinbau aus den 70er Jahren. Hier werden über 60 Seminaristen ausgebildet, erhalten Jahre lange Schulung in Theologie, Philosophie und vielem mehr. Wichtigster Ort für das Studium ist die Bibliothek des Seminars, die sich im Erdgeschoss eines zweistöckigen Anbaus befindet.

Der Leiter der Bibliothek: José Negrete López.

Im Obergeschoss lagern wahre Schätze. Hier schlummern Bücher, Fotos und Dokumente in den Regalen, die die Geschichte der katholischen Kirche in Chile erzählen. „Wir haben Bücher, die in der Kolonialzeit aus Mexiko und Spanien nach Chile gebracht wurden und hier das intelektuelle Rückgrat der Kirche gebildet haben,“ berichtet der Leiter der Bibliothek, José Negrete López. Das älteste Buch datiert auf das Jahr 1517. Weiterlesen

Chile: Jagdszenen rund um die Plaza Italia

Wie ich bereits im letzten Blog erwähnte, liegen die Dinge in Santiago ein wenig ernster als anderswo. Während wir am Vormittag Interviews mit Studenten an der Universidad de Chile drehten, erhielten wir den Hinweis, dass Schüler gegen 12 Uhr eine Demo an der Plaza Italia geplant hatten. Es ginge um den kostenlosen Zugang zu Schulen, die über ein gehobenes Niveau verfügen, sagte man uns. Ein spannendes Thema in Chile, sah man hier doch in den letzten Jahren eine zunehmende Privatisierung des Bildungssektor bei gleichzeitig abnehmendem Unterrichtsniveau. Weiterlesen

Kuba: Unser Besuch im Himmel

“Und jetzt zeige ich euch den Himmel!” ruft Pater Manuel Unia Fernandez und klettert die braun geflieste Treppe hinunter in den Keller.

Wir besuchen heute den Dominikanerkonvent im Herzen Havannas. Die Bibliothek, in der einige fleißige Studenten sitzen und lesen, haben wir schon gesehen, auch zwei Klassenzimmer, in denen die Schüler englisch pauken, den schönen Garten mit den Palmen und Orchideen, die Aula, das Kino. Mit großer Energie und viel Humor erzählt uns der Pater von der Arbeit seines Ordens und dass Dominikaner 1728 die Universität von Havanna gegründet haben. Weiterlesen

Ecuador: Guaderia – Schutzzone Kindergarten

Heute war mein erster Tag in der Guarderia, im Kindergarten… und es war traumhaft. Die Missionsschwestern betreuen eine Guaderia mit etwa 70 Kindern im Alter von drei Monaten bis fünf Jahre. Und wochentags, jeweils von 7.30 bis 16 Uhr, ist hier “Action” angesagt. Es gibt viel Kinderlachen, strahlende Gesichter, schmutzige Klamotten, hungrige Münder. Ich habe sie gefüttert, ihnen die Nase geputzt, mit ihnen gespielt, sie ins Bett gelegt, Fragen nach meiner Herkunft beantwortet und und und. Weiterlesen

Ecuador: Mitad del Mundo

Wer kann von sich schon behaupten, am Mittelpunkt der Erde gewesen zu sein? Seit einigen Tagen gehöre ich zu denjenigen, die den Äquator gesehen haben.
Nein, nicht zu jenen, die beim 30 Meter hohen Monument zwischen Quito und Mindo kurz halt machen und ein Foto schießen (das Monument steht fälschlicherweise 240 Meter neben dem Äquator). Sondern zu jenen, die wahrlich ein Bein im Süden und eins im Norden hatten.
Das Museum „Intiñan“ liegt auf dem GPS-ermittelten Äquator und führt für Touristen interessante Beweise vor:
Man lässt an drei Standorten Wasser durch ein Waschbecken fliessen. Aber wer glaubt, dass das gleich aussieht, hat weit gefehlt. Dank der Corioliskraft platscht das Wasser am Äquator direkt herunter, ohne jegliche Zirkulation, im Süden dreht es sich im Uhrzeigersinn, im Norden dagegen. Beeindruckend. Weiterlesen

Lernen bedeutet Zukunft gestalten

Christian Frevel berichtet im aktuellen Video-Blog aus Bacabal im Nordosten des Landes, der als das Armenhaus Brasiliens gilt. Die Region ist seit Jahrzehnten geprägt von Armut, Kriminalität und Konflikten. Die katholische Kirche, insbesondere der Franziskanerorden, steht den Menschen zur Seite und schafft ihnen mit schul- und handwerklicher Bildung Perspektiven, dem Elend zu entkommen. Denn Lernen bedeutet Zukunft gestalten.