„Im Krankenhaus fehlt es an allem“

Seit über zwei Jahren steckt Venezuela in der Krise. Die Menschen hungern, warten vergeblich auf Medikamente – und demonstrieren. Sechs Venezolaner erzählen von ihrem Land, ihrem Leben und ihren Träumen.

Juan Gomez, Arzt

Juan Gomez (27), Arzt

Juan Gomez, 27 Jahre alt, Arzt:

„Ich demonstriere, weil die Situation im Land derzeit sehr, sehr schlecht ist. Gestern war ich auf einer Demo mit einer Kollegin, die von einem Geschoss der Polizei getroffen wurde. Sie hat Verletzungen am Oberkörper.

Ich werde trotzdem weiter auf die Straße gehen und für ein anderes Venezuela demonstrieren, aber ich werde natürlich noch besser aufpassen, dass uns nichts passiert. Mein größter Wunsch ist, dass wir einen Regierungswechsel schaffen. Ich erhoffe mir dann mehr Investition in die Bildung und die Sicherheit. 

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Chile: Jagdszenen rund um die Plaza Italia

Wie ich bereits im letzten Blog erwähnte, liegen die Dinge in Santiago ein wenig ernster als anderswo. Während wir am Vormittag Interviews mit Studenten an der Universidad de Chile drehten, erhielten wir den Hinweis, dass Schüler gegen 12 Uhr eine Demo an der Plaza Italia geplant hatten. Es ginge um den kostenlosen Zugang zu Schulen, die über ein gehobenes Niveau verfügen, sagte man uns. Ein spannendes Thema in Chile, sah man hier doch in den letzten Jahren eine zunehmende Privatisierung des Bildungssektor bei gleichzeitig abnehmendem Unterrichtsniveau.

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