Waschtag in Haiti

Zeit für Gespräche über Gott und die Welt: Schauspielerin Eva Habermann beim Waschtag im Schwesternhaus in Léogâne in Haiti, geminsam mit den Novizinnen des Ordens.

Zeit für Gespräche über Gott und die Welt: Schauspielerin Eva Habermann beim Waschtag im Schwesternhaus in Léogâne in Haiti, gemeinsam mit den Novizinnen des Ordens.

Nach dem heutigen Waschtag, der jeden Mittwoch stattfindet, bin ich mit mir im „Reinen“ , habe butterweiche Hände von der Seife und saubere Fingernägel wie nie zuvor, und ganz wichtig: Ich weiß Bescheid über Gott und die Welt. Das ist der Vorteil, wenn man mit Novizinnen Wäsche wäscht, die sind nämlich sehr gesprächig.

Also: Hier auf dem Terrain leben insgesamt zehn Waisenkinder im Alter von drei bis 17 Jahren. Sie wurden von den Schwestern quasi adoptiert aus christlicher Nächstenliebe. Ansonsten kümmern sich die Schwestern um die religiöse Erziehung in der Schule, die sich ebenfalls auf dem Terrain befindet. Weiterlesen

„Madame Eva“ und Haitis Kinder

Eva Habermann mit Kindern im Projekt "Foyer de l'Espérance" in Carrefour während ihres Besuches in Adveniat-Projekten im Frühjahr 2014 in Haiti.   Foto: Martin Steffen

Eva Habermann mit Kindern im Projekt „Foyer de l’Espérance“ in Carrefour während ihres Besuches in Adveniat-Projekten im Frühjahr 2014 in Haiti. Foto: Martin Steffen

Die Idylle hier im Schwesternhaus in Léogâne wird nur gestört durch einen kleinen strubbeligen Hund, der mich jedes Mal, wenn er mich sieht, bedrohlich anknurrt, obwohl er sich größentechnisch auch für meine Handtasche als Aufpasshund eignen würde. Ob ihm das bewusst ist?

Ich erhole mich gerade von einem „intensiven“ Vormittag in der Schule „École Nôtre Dame des Anges“. Die Schwestern hatten mich den Kindern als „Madame Eva“ angekündigt, die eine „Fremde“ sei, aber dennoch eine „Freundin“. „Fremde“ (oder auch: Ausländerin) bezieht sich darauf, dass ich elf Flugstunden unterwegs war um hierherzukommen und darauf, dass es „Weiße“ hier schlichtweg nicht gibt. Weder zum Reden noch zum Anfassen. Weiterlesen

Gelandet in Haiti

Schwester Alta mit einer Zeitschrift, in der über den ersten Besuch von Eva Habermann in Haiti berichtet wird. Foto: Habermann

Schwester Alta mit einer Zeitschrift, in der über den ersten Besuch von Eva Habermann in Haiti berichtet wird.   Foto: Habermann

Endlich gelandet in Haiti. Es ist 9 Uhr morgens. Am Flughafen ist sehr viel Gewusel – die Einzige, die ich gerade nicht entdecke, ist Schwester Alta. Na, hoffentlich hat das alles funktioniert mit der Abholung?! Stattdessen sind hier sehr viele Taxifahrer, die mir bereits halb den Koffer aus der Hand reißen und ihn in ihr Taxi verschleppen möchten. „No, no merci…!“ Mein Französisch ist mir auch gerade abhanden gekommen, aber zum Protestieren reicht es gerade noch – mein Kopf ist leer, und ich bin etwas müde von der Reise… Weiterlesen

Eva Habermann: Auf dem Weg nach Haiti

Hab ich alles dabei? Das frag ich mich nunmehr schon seit zwei Tagen. Moskitonetz, Moskitospray, Geschenke für die Ordensschwestern, Loom-Bänder zum Selbstbasteln für die Kiddies, meine Hausapotheke? Was gibt es dort wohl- was gibt es nicht?

Bereits im April 2014 war die Schauspielerin Eva Habermann in Adveniat-Bildungsprojekten in haiti. Jetzt macht sie sich für einen Monat in das Land auf, um dort Ordensfrauen in einem Bildungsprojekt zu unterstützen.

Bereits im April 2014 war die Schauspielerin Eva Habermann in Adveniat-Bildungsprojekten in Haiti. Jetzt macht sie sich für einen Monat in das Land auf, um dort Ordensfrauen in einem Bildungsprojekt zu unterstützen.

Ich war zwar im April schon einmal kurz in Haiti, aber ich habe damals nicht in einem Kloster gewohnt. Unter „Kloster“ darf man sich jetzt kein Haus eines kontemplativen (rein betenden) Ordens vorstellen, diese Schwestern sind fleißig wie die Bienen und arbeiten und wergeln von früh bis spät. Weiterlesen

Eva Habermann arbeitet in Adveniat-Projekt in Haiti

Schauspielerin Eva Habermann mit Schwester Alta in der vom Erdbeben zerstörten Schule in Lógâne. im Aveniat-Projekt wird die Schauspielerin einen Monat lang ehrenamtlich mitarbeiten.

Eva Habermann, bekannt aus vielen Fernsehserien und Filmen, war bereits im vergangenen Frühjahr mit Adveniat in Haiti. Seit Jahren spendet die Schauspielerin Gewinne aus Fernsehshows für Projekte in dem karibischen Land, insbesondere zur Verbesserung der Situation der Kinder. Während der Reise durch das Land lernte sie verschiedene Adveniat-Projekte kennen. Anschließend urteilte sie: „Die Ordensfrauen haben mich beeindruckt. Sie sind ein Hoffnungszechen für das Land. Viele leisten schon seit Jahren inmitten von Elend und Armut Dienst und strahlen doch immer Zuversicht aus.“ Und Eva Habermann kündigte an: „Ich möchte im kommenden Winter vier Wochen in einem Adveniat-Projekt in Haiti mitarbeiten, am liebsten bei Ordensfrauen.“ Weiterlesen

Ein Sonntag in Haiti

Man merkt in Port-au-Prince, der Hauptstadt von Haiti, sofort, dass Sonntag ist. Der Verkehr auf den Straßen ist nur halb so dicht, und das Leben beginnt deutlich später. Als wir an diesem Sonntagmorgen durch die teilweise sehr engen und steilen Straßen der Stadt in das Viertel Nazon fahren, begegnen uns Frauen und Mädchen mit Wassereimern auf dem Kopf. An den öffentlichen Wasserausgabestellen herrscht Hochbetrieb. Werktags beginnt das Gedränge hier schon vor Sonnenaufgang, doch heute stehen die Menschen auch noch kurz vor acht Uhr in den langen Schlangen. Mancher wäscht sich in den schmalen Gängen zwischen den Hütten und Zelten, in denen immer noch mehr als Zweihunderttausend Menschen seit dem Erdbeben leben. Weiterlesen