Catador – Weil es von Wert ist

Christian Frevel berichtet aus Fortaleza von den sogenannten Catadores. Catadores, das sind Müllsammler, und Müll ist nicht nur in Brasilien zu einem Milliardengeschäft geworden. Durch das Sammeln und Trennen von Müll tun die Catadores etwas für die Umwelt, für ihr Auskommen und für ihr Selbstwertgefühl. Doch die Arbeit der Catadores ist geprägt von körperlicher Anstrengung, gesundheitlichen Risiken und dem Gestank des Mülls – ein mühsames Geschäft mit geringem Lohn.
In Brasilien hilft die Kirche den Catadores, sich zusammenzuschließen, um gemeinsam etwas zu erreichen. Catador ist inzwischen ein anerkannter Beruf, aber erst in Kooperativen und Zusammenschlüssen haben die Menschen die Chance, höhere Margen bei den Händlern zu erhalten, sich selbst Pressen oder Wagen zu kaufen.
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Ausflug in die „Schweiz Brasiliens“

Am zweiten Tag unserer Reise durch den brasilianischen Nordosten besuchen wir die Stadt Gravatá, gut 80 Kilometer von Recife entfernt gelegen. Nach der erdrückenden Hitze in der Küstenstadt Recife empfängt uns eine angenehme Kühle – Gravatá liegt auf 450 Metern hoch in den Bergen. „Serra das Russas“, die Berge der Russen, nennt sich der Gebirgszug, der nach einer traditionellen Familie benannt wurde, den „Russas“.  Ob die Familie tatsächlich russischer Abstammung war, kann uns niemand bestätigen. Weiterlesen