Bolivien: Marsch über den Cumbre-Pass

Die Sicht in dem eisigen Nebel beträgt gerade einmal 10 Meter. Wir sind etwa 3 Kilometer unterhalb des Cumbre-Passes, dem 4.650 Meter hohen Eingangstor zu der Hochebene, über die man La Paz erreicht. Die uns entgegen kommenden Lautsprecherwagen kündigen die nicht allzu weit entfernte Spitze des Protestmarsches gegen den Bau der Interoceanica-Fernstraße durch den Naturpark TIPNIS an. dann hören wir sie, ohne sie zu sehen. Auf den seitlich hoch aufragenden Felsen haben Sympathisanten in den letzten Tagen Unterstützungsbotschaften für die seit 65 Tagen marschierenden Indios geschrieben. „Hände weg von TIPNIS“ ist da zu lesen, aber auch ein „Evo se queda“. Weiterlesen

Bolivien: Hinunter in die Yungas

Um uns nichts als Nebel. Der „Cumbre“, die Passhöhe auf 4.650 Meter, die man nach 30 Kilometern von La Paz kommend erreicht, soll angeblich einen tollen Blick auf die umliegenden Andengipfel bieten. Doch an diesem Morgen liegt die Sicht bei 10 Metern. Wir fahren weiter, hinab in Richtung der Yungas, dem Übergang zwischen dem 3.000 bis 4.000 Meter hohem Altiplano und der bolivianischen Regenwaldregion. Nach wenigen Kilometern geht rechts die weltweit bekannte Todesstraße „Carretera de la muerte“ nach Coroico ab. Touristen stürzen sie auf Fahrrädern hinab, es soll eines der letzten 10 Abenteuer unserer Tage sein. Weiterlesen

Bolivien: Besuch in den Basisgemeinden

Die Gemeinde „Santiago Apostolo“ im Stadtteil Munaypata liegt hoch über dem Zentrum von La Paz. Padre Fausto Dossi hat hierher zum 16. Treffen der Basisgemeinden der Erzdiözese La Paz eingeladen. In traditionellen Trachten präsentieren diese typische Tänze, verbreiten Freude unter den Zuschauern. Neun Basisgemeinden sind hier heute vertreten, die nach den Seiten offene Sporthalle des Gemeinde eigenen Schulzentrums ist mit einigen Hundert Menschen gut gefüllt. Im Hintergrund schaut man auf die an den steilen Berghängen gebauten schlichten Häuser der Peripherie. Weiterlesen

Bolivien: Von La Paz zum Titicaca-See

La Paz

La Paz

Jeder Schritt schmerzt in den Lungen. Die Höhe! Wir stehen an den Ufern des Titicaca-Sees, dem höchstgelegenen kommerziell schiffbaren Gewässer der Welt. Zwei Stunden lang waren wir mit einem klapprigen Taxi von La Paz aus unterwegs, haben die hoch über der Hauptstadt gelegene Nachbarstadt El Alto durchquert, eine trostlose Aneinanderreihung noch trostloser Wohnbauten, die von einer hoffnungslos überfüllten und nach Dieselabgas stinkenden Strasse durchzogen wird.

Doch jetzt sehen wir alle zum ersten Mal den spiegelglatten See vor uns. Am Himmel ziehen ein paar Wolken malerische Streifen durch das satte Blau. Wir laufen den Bootssteg entlang, der Blick ist toll und wir wollen Fotos machen. Doch die zu schnellen Bewegungen rauben uns die Luft. Weiterlesen