Dom Rep: Das große Schenken

Die Supermärkte sind schon seit Wochen geschmückt.

Der Supermarkt gegenüber dem Priesterseminar ist schon seit fünf Wochen festlich geschmückt. An der Tankstelle an der nächsten Kreuzung sind überlebensgroße Krippenfiguren aufgestellt, das Jesuskind, Maria, Josef und sogar Ochse und Esel sind von innen beleuchtet. Entlang der großen Ausfallstraßen in Richtung Norden warten ganze Herden weiß glitzernder Rentiere, Wälder von bunten Tannenbäumen und Galaxien blinkender Sterne auf Käufer.

Es weihnachtet bunt und schillernd in Santo Domingo. Das ist nicht nur Ausdruck der Vorfreude auf die gemeinschaftlichen Feiern im Kreise der Lieben. Denn die Weihnachtszeit ist in der Dominikanischen Republik die Zeit der „Geschenke“. Nein, nein, damit sind nicht die bunt verpackten Präsente gemeint, sondern ein Millionen schwerer Geldregen, der vor allem über den Reichen und Mächtigen niederprasselt. Weiterlesen