Delegations-Reise: Die Landfrage in Paraguay

Angekommen in Paraguay. Die ersten 24 Stunden Reise liegen hinter der Delegation um Adveniat-Bischof Franz-Josef Overbeck, der auf seiner Reise nach Paraguay im unmittelbaren Vorfeld des Weltjugendtages von Jugendbischof Karl-Heinz Wiesemann (Speyer) begleitet wird. Nach kurzem Stopp im Priesterseminar, um einen Großteil des Gepäcks zu deponieren, geht weiter in den Süden des Landes, nach Encarnación an der Grenze zu Argentinien. Weiterlesen

Paraguay: Sie haben weniger als das Nötigste

Das erste Mal in meinem Leben habe ich hautnah miterlebt, was es für Menschen bedeutet Hunger zu leiden. So wenig zu haben, dass es für das Nötigste nicht genügt. Dabei wirkt das kleine Stückchen Land von Ernesto Juarez und seiner Familie so idyllisch. Im Schatten der Bäume liegt es im Herzen des Chaco im Gebiet Campo Loa. Die Kinder der Nivaclé-Familie tummeln sich vor der Hütte, das Kleinste liegt friedlich in der Hängematte und schläft.

Doch als Ernesto uns sein Häuschen zeigt, wird schnell klar, dass die Lebensbedingungen dieser Familie mehr als schwer sind. Die Hütte ist aus Wellblech, Holz und Planen gebaut. Ein Raum innen und ein überdachter Bereich außen. Insgesamt vielleicht 20 Quadratmeter. Hier wohnt die Familie mit 14 Personen. „Dort schlafen wir zu viert“, sagt er und deutet auf eine schwarze Plane auf dem Boden unter dem Vordach. Die unzähligen kleinen Löcher im Wellblech hat er mit Kaugummi notdürftig zugeklebt. „Wenn es regnet tropft uns Nachts immer das Wasser ins Gesicht“, sagt der 72-Jährige mit einem verlegenen Lächeln. Seine Frau steht daneben und nickt. Im Innern der Hütte liegen ein paar dünne Matratzen auf dem Boden – hier schlafen seine Kinder und Enkelkinder. Weiterlesen