El Salvador: Im Visier der Mara Salvatrucha

_MG_7632

Es gab keine Warnung. Er machte nur einen Schritt, es knallte und er war tot. Der Jugendliche von dem der 17-Jährige Moises uns erzählt, wollte nur seine Freundin abholen. Dabei hatte er die imaginäre Grenze überschritten. Die Grenze zwischen Mara 18 und Mara Salvatrucha. Zwischen zwei der gefährlichsten Jugendbanden El Salvadors.

Moises lebt auf dieser Grenze. Genau zwischen den zwei Herrschaftsgebieten. Permanent steht er im Visier der bandillas in Popotlan. Er ist eingekesselt in seinem eigenen Stadtteil. Momentan ist es besonders gefährlich, weil sich die eigenen Bandenmitglieder teils untereinander bekriegen. Vier Monate war Moises nicht mehr außerhalb seines Viertels. Sich in einen Bus setzen und rausfahren in die Stadt, das kann er nicht. „Die knallen auch mich ab. Und zwar sofort“, sagt Moises. Weiterlesen