Mexiko: Kongress Großstadtpastoral – Was ist heute unsere Leidenschaft als Christen?

Blick auf die Innenstadt von Mexiko-Stadt

Das Zentrum von Mexiko-Stadt, vom Torre Latinoamericana aus. In der Mitte der Zócalo mit der Kathedrale und dem Präsidentenpalast.

Heute beginnt in der 21 Millionen Einwohner zählenden Metropole Mexiko-City der Kongress zur Großstadtpastoral. Bei mir zu Hause in Bonn steht das Thema nicht gerade oben auf der Tagesordnung, wird die ehemalige Hauptstadt doch gerne auch „Bundesdorf“ genannt. Dennoch braucht es nicht viel, um sich die Bedeutung einer zeitgemäßen Großstadtpastoral auszumalen: Global gesehen wohnt weit mehr als die Hälfte der Katholiken in Städten, viele davon in Großstädten – Tendenz seit Jahren steigend. Ich führe mir also die rasanten Entwicklungen in den Megacities dieser Welt vor Augen und frage mich, wie die Kirche dort mit den tiefgreifenden Veränderungen Schritt halten kann, die das Leben so vieler Menschen herumreißen. Ist die Kirche da noch bei ihnen, kennt sie ihre Werte und Träume, Sorgen und Zweifel? Wenn nicht oder nur zum Teil, was heißt das dann z. B. für eine Stadt wie Mexiko, in der rund 20 % aller Mexikaner leben? Weiterlesen

Brasilien: „Rio ist tot“

Proteste von Frauengruppen im Zentrum von Rio de Janeiro, eine Pfeil-und-Bogen-Attacke von Indigenen gegen die staatliche Entwicklungsbank BNDES, eine Demonstration mit 50.000 Teilnehmern auf den großen Avenidas, ein Zug indigener Völker vor das Kongresszentrum im Westen der Stadt, Heißluftballons von NGOs mit dem Aufruf zur ökologischen Umkehr. Rund um den „Rio+20“ Gipfel gibt es viele Protestaktionen gegen das magere Ergebnis, den blutleeren Abschlusstext, wie ihn die NGOs nennen. Aber bisher konnten die starken Sicherheitsmassnahmen rund um das „Riocentro“ die Protestwelle draußen halten. Weiterlesen

Brasilien: Highnoon um Mitternacht

Das Mediencenter Rio+20

Wildes Rumgerenne, brodelnde Gerüchteküche, inoffizielle Pressebriefings, künstlich aufgebauter Zeitdruck – die Verhandlungen rund um den Abschlusstext der UN-Nachhaltigkeitskonferenz „Rio+20“ waren zäh und spannend zugleich. Nachdem die offiziellen Vorverhandlungen der UN am Freitagabend abgelaufen waren, ohne dass sich die 193 Länderdelegationen auf einen Abschlusstext verständigen konnten, übernahmen Brasiliens Diplomaten das Verhandlungsruder. Sie sollen besonders geschickte Verhandler sein, hört man stets bei solchen Veranstaltungen. Weiterlesen

Brasilien: Die Freiheit zu Verschmutzen

Ein seltsames Heer starrer Figuren durchzieht den Flamengo-Park von Rio de Janeiro mit dem Postkartenzuckerhut im Hintergrund. Der dänische Skulpteur Jens Galschiot hat seine Werke inklusive einer blauen Freiheitsstatue Marke New York aus Europa hierher zum „People’s Summit“ gebracht, dem Gegengipfel zur „Rio+20“ Konferenz im fernen Riocenter, am anderen Ende der Stadt. Die Message verbreitet er auf Flugblättern: „Freedom to Pollute – die Freiheit zu Verschmutzen“. Weiterlesen