Chile: „Meine große Sehnsucht, den Armen zu helfen“

Die kleine Küche der Padres.

Die kleine Küche der Padres.

Die vergangene Nacht durfte ich im Haus der beiden katholischen Pfarrer, Padre Juan und Padre Carlos verbringen. Sie leben nicht direkt in der Stadt Tirúa, sondern außerhalb, im hügeligen Hinterland. Gut 100 Meter hinter dem Haus fällt die Küste steil ab und ich habe einen traumhaften Blick über grüne Klippen, gelb blühende Sträucher und schwarzen Sand auf die Wellen des Pazifiks. Vier Padres leben hier – in zwei Holzhütten. Die eine ist ein Küche mit großem Ofen, Tisch und Stühlen und einigen Sesseln vor einem Fernseher. Blankgescheuerte Pfannen hängen an der Wand, getrocknete Zwiebeln und Chilischoten über dem Ofen und an der Wand steht ein Regal mit eingelegtem Obst in Gläsern. Weiterlesen

Chile: Der Schatz des Priesterseminars

Das „Seminário Pontífico“ von Santiago de Chile ist ein moderner Backsteinbau aus den 70er Jahren. Hier werden über 60 Seminaristen ausgebildet, erhalten Jahre lange Schulung in Theologie, Philosophie und vielem mehr. Wichtigster Ort für das Studium ist die Bibliothek des Seminars, die sich im Erdgeschoss eines zweistöckigen Anbaus befindet.

Der Leiter der Bibliothek: José Negrete López.

Im Obergeschoss lagern wahre Schätze. Hier schlummern Bücher, Fotos und Dokumente in den Regalen, die die Geschichte der katholischen Kirche in Chile erzählen. „Wir haben Bücher, die in der Kolonialzeit aus Mexiko und Spanien nach Chile gebracht wurden und hier das intelektuelle Rückgrat der Kirche gebildet haben,“ berichtet der Leiter der Bibliothek, José Negrete López. Das älteste Buch datiert auf das Jahr 1517. Weiterlesen