Brasilien: Favela, Fußball, Kulturschock

christina und pele

Wir fahren mit dem Auto durch die schmalen Straßen den Berg hoch. Rechts und links sind Häuser. Nebeneinander, übereinander. „Wir sind hier in einer richtig gefährlichen Gegend“, sagt meine Kollegin neben mir. Die Favela Morro da Mineira ist zwar „befriedet“, liegt aber zwischen zwei anderen Armenvierteln in Rio de Janeiro, deren Drogenbanden sich nicht selten bekriegen.

AnsichtDeswegen stehen dort, wo wir aussteigen, unzählige schwer bewaffnete Polizisten. Zum Schutz für uns und die anderen Journalisten aus aller Welt. Denn hier, mitten in der Favela, findet heute die Präsentation eines weltweit einzigartigen Fußballplatzes statt: 200 kinetische Platten unter dem Kunstrasen und Solarmodule auf den Lampen sorgen dafür, dass abends die sechs Flutlichter am Rand des Rasens leuchten. Die Bewegung der Spieler beziehungsweise ihre Schritte erzeugen die notwendige Energie. Pate des Projekts ist kein geringerer als Fußballlegende Pelé. Deswegen haben sich rund um den Maschendrahtzaun, der den Platz umgibt, auch schon einige Menschen eingefunden. Trotz der frühen Uhrzeit und der brennenden Sonne. Weiterlesen