Brasilien: „Rio ist tot“

Proteste von Frauengruppen im Zentrum von Rio de Janeiro, eine Pfeil-und-Bogen-Attacke von Indigenen gegen die staatliche Entwicklungsbank BNDES, eine Demonstration mit 50.000 Teilnehmern auf den großen Avenidas, ein Zug indigener Völker vor das Kongresszentrum im Westen der Stadt, Heißluftballons von NGOs mit dem Aufruf zur ökologischen Umkehr. Rund um den „Rio+20“ Gipfel gibt es viele Protestaktionen gegen das magere Ergebnis, den blutleeren Abschlusstext, wie ihn die NGOs nennen. Aber bisher konnten die starken Sicherheitsmassnahmen rund um das „Riocentro“ die Protestwelle draußen halten. Weiterlesen

Brasilien: Highnoon um Mitternacht

Das Mediencenter Rio+20

Wildes Rumgerenne, brodelnde Gerüchteküche, inoffizielle Pressebriefings, künstlich aufgebauter Zeitdruck – die Verhandlungen rund um den Abschlusstext der UN-Nachhaltigkeitskonferenz „Rio+20“ waren zäh und spannend zugleich. Nachdem die offiziellen Vorverhandlungen der UN am Freitagabend abgelaufen waren, ohne dass sich die 193 Länderdelegationen auf einen Abschlusstext verständigen konnten, übernahmen Brasiliens Diplomaten das Verhandlungsruder. Sie sollen besonders geschickte Verhandler sein, hört man stets bei solchen Veranstaltungen. Weiterlesen

Brasilien: Die Freiheit zu Verschmutzen

Ein seltsames Heer starrer Figuren durchzieht den Flamengo-Park von Rio de Janeiro mit dem Postkartenzuckerhut im Hintergrund. Der dänische Skulpteur Jens Galschiot hat seine Werke inklusive einer blauen Freiheitsstatue Marke New York aus Europa hierher zum „People’s Summit“ gebracht, dem Gegengipfel zur „Rio+20“ Konferenz im fernen Riocenter, am anderen Ende der Stadt. Die Message verbreitet er auf Flugblättern: „Freedom to Pollute – die Freiheit zu Verschmutzen“. Weiterlesen