Chile: Durch das Mapucheland

Seitdem wir in Concepcion den Bio-Bio-Fluss überquerten, sind wir in dem traditionellen Siedlungsgebiet der Mapuche unterwegs. Bis 1881 widerstanden die Mapuche den spanischen und nach der Unabhängigkeit chilenischen Bemühungen, südlich des mächtigen Flusses zu siedeln. Erst danach begann die Besiedlung Südchiles. Bis heute akzeptieren die Mapuche ihre darauf folgende Entmündigung nicht.

Die Polizei räumt eine blockierte Straße im "Mapuche-Land".

Unser Wagen muss stoppen, vor uns ist die Straße blockiert. Mapuche haben einige der riesigen Eukalyptusbäume entlang der Straße gefällt und diese damit blockiert. Die Polizei ist mit gepanzerten Fahrzeugen vor Ort, es könnte zu Zusammenstößen mit Mapuche kommen, die im Widerstand gegen die Regierung aktiv sind, meint unser Fahrer. Doch wir sehen erst einmal nur Polizisten, die mit Motorsägen die Straße wieder freizugeben bemüht sind. Weiterlesen

Dom Rep: Von schlafenden Polizisten

„Let op! Drempels“, steht in Holland auf den Schildern, die vor den Bremsschwellen in einer verkehrsberuhigten Zone aufgestellt sind. „Drempels“, das Wort fand ich schon als kleines Kind hübsch. Wie langweilig sind dagegen die deutschen Bezeichnungen: „Bremsschwelle“, „Bodenschwelle“, „Fahrbahnschwelle“ von „Kreissegmentschwelle“erst gar nicht zu reden. Auweia!

Dieses Auto fuhr wohl ein wenig zu schnell über einen "schlafenden Polizisten"

Jahrelang war ich der Meinung, wir sollten das holländische Wort in unseren Wortschatz aufnehmen. Bis ich nach Lateinamerika kam: In Argentinien und Paraguay nennt man die Schwellen „Lomo de Burro“: Eselsrücken. In Chile ist es der „Lomo de Toro“, der Stierrücken, in Bolivien und Peru nennt man Bremsschwellen „Rompemuella“, also Achsbrecher und in Guatemala ist es ein „Túmulo“, ein Grabhügel. Weiterlesen

Ecuador: Mit Händen und Füßen – ein Knochenjob

¿Hablas Español? Ach ja, ich bin von Essen aus nach vielen Flugstunden in Ecuador gelandet. Vier Wochen stehen mir jetzt im „Land des Äquators“ bevor – und drei Wochen davon in einer Sprachschule. Ich wohne etwa 40 Minuten von der Sprachschule entfernt in „La Comuna“, bei den Schwestern „Hermana Inge“ und „Hermana Lourdes“. Und was ich sagen kann: Es ist wunderschön dort. Die Schwestern sind so nett zu mir, muy amable. Sie führen ein schönes Zentrum, eins für Kinder ab drei Monaten und eins für Kinder von fünf bis zwölf Jahren. Quito ist hübsch, die Menschen angenehm – nur in der Sprachschule wird meiner Meinung etwas zu viel Deutsch gesprochen. Pero es mas facil, ¿verdad?
Bei den Schwestern komme ich nur mit Spanisch weiter, das ist schon mal ganz gut. Weil mein Vokabular noch etwas klein ist, geht es auch mit Händen und Füßen. Außerdem lachen wir viel. Ich bin gespannt, was noch kommen wird… Weiterlesen