Katholikentagsblog: Von Regensburg nach Buenos Aires

JE_140530_1182Wer gestern Abend in Regensburg über den Arnulfsplatz geschlendert ist, hat sie sicherlich gesehen: die lange Menschenschlange, die vom Velodrom bis an den Platz heranreichte. Über 1.000 Leute warteten geduldig, und alle wollten nur das eine: Tango!

Die 620 Plätze des Velodroms waren schnell besetzt. „Jetzt spielen wir Tango“, sagte Mulo Francel von der Gruppe „QJE_140530_1343uadro Nuevo“, „Sie können gerne tanzen.“ Lautes Gelächter im Publikum. Wo sollte man hier tanzen? Alles war bis auf den letzten Fleck mit Stühlen zugestellt. „Das erste Tanzpaar bekommt eine CD umsonst!“, schob der Saxophonist hinterher. Das ließ sich ein Paar nicht zwei Mal sagen. Schon nach den ersten Tango-Tönen schwangen sie sich auf die Bühne – neben die Band. Zwei weitere Paare folgten und umkreisten die zufriedenen Musiker. Weiterlesen

Argentinien: Das ist Buenos Aires

Die Stadt ist wie ausgestorben. Es ist Ferienzeit und noch dazu ein Feiertag. Auf der achtspurigen Straße, die quer durch die Stadt führt, verlieren sich die einsamen Taxen im Dunst der Mittagssonne. So hatte ich mir Buenos Aires nun wirklich nicht vorgestellt. Doch von Ferne schallt Musik und Stimmengewirr auf die Avenida.

Wie ein buntes Band zieht sich die Hauptgasse des Viertels San Telmo durch das ruhende Buenos Aires. Hier findet der Tourist das, was ihm der Reiseführer versprochen hat: das pralle Leben. Die Gasse platzt aus allen Nähten. Aus den Bars schallt Tangomusik, auf der Straße stehen kleine Bands und Solokünstler. Von überall her steigen Gerüche in die Nase: von gebrannten Mandeln bis hin zu gegrilltem Fleisch. Auf den Tischen stehen die kleinen Mate-Gefäße, aus denen genussvoll geschlürft wird. Mate-Trinken, eine Tradition, die mit den Argentiniern verbunden wird, wie das Weißbier mit den Bayern. Die aber, wie ich heute gelernt habe, eigentlich von russischen Einwanderern in das Land gebracht wurde. Weiterlesen