Ein neues Pfarrhaus für La Ye

Adveniat-Bischof Franz-Josef Overbeck wird von den Kindern des Dorfes begrüßt, als er mit Pfarrer Yoani Carzón und Adveniat-Hauptgeschäftsführer Bernd Klaschka zum neuen Pfarrhaus geht.

Adveniat-Bischof Franz-Josef Overbeck wird von den Kindern des Dorfes begrüßt, als er mit Pfarrer Yoani Cardona und Adveniat-Hauptgeschäftsführer Bernd Klaschka zum neuen Pfarrhaus geht.

Die Kinder tragen Fähnchen, einige sind mit Folkloretrachten gekleidet, die Frauen haben sich herausgeputzt, und es gibt sogar eine kleine Musikgruppe mit einer riesigen Trommel. La Ye hat sich herausgeputzt, denn heute soll das neue Pfarrhaus eingeweiht werden. Adveniat-Bischof Franz-Josef Overbeck soll symbolisch ein Band vor dem Eingang zerschneiden; denn das Pfarrhaus konnte nur gebaut werden, weil Adveniat den Bau unterstützte.

La Ye liegt direkt an der Panamericana, jener berühmten Autostraße von Alaska bis Feuerland. Der Straße merkt man das nicht an, obwohl sie seit einigen Jahren in deutlich besserem Zustand ist als früher. Benötigte man vor zehn Jahren noch sieben Stunden mit dem Allradwagen bis Quibdó, der Provinzhauptstadt des kolumbianischen Departamentos Chocó, sind es heute nur noch 90 Minuten. Dennoch: Schlaglöcher und Bodenwellen behindern ein zügiges Fahren. Der Chocó gehört zu den ärmsten Landstrichen Kolumbiens. Mehr als 80 Prozent der Bevölkerung sind Afrokolumbianer; ihre Vorfahren wurden als Sklaven aus Afrika nach Lateinamerika verschleppt und mussten in den Goldminen der Region an der Pazifikküste arbeiten. Weiterlesen