Argentinien: Nur eine Chance auf Leben

1Krach. Der schwarze Uraltwagen von Padre Pedro Baya Casal hat lautstark auf dem zu hohen Bordstein aufgesetzt. Die Fahrt endet jäh, bevor sie begonnen hat. „Alle aussteigen“, sagt der Pfarrer gelassen und fuhrwerkt unter Anleitung zahlreicher Schaulustiger vor und zurück. Noch einmal Krach. Geschafft. Das Auto steht auf der Straße. „Eh, Pedro, der Reifen ist platt“, sage ich. Dann fällt mir auf, dass alle Reifen aus der Puste sind – und Pedros entschuldigendes Lächeln bedeutet wohl, dass sie halbvoll, nicht halb leer sind. Und so rumpeln wir durch die Stadt der schönen Lüfte in Richtung Baja Flores – einem verrufenen Stadtteil der Capital. Weiterlesen