Ein Fröhliches Weihnachtsfest euch!

Posada in Mexiko - adveniat.de

Posada in Mexiko – adveniat.de

Das Adveniat-Team wünscht euch allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Start in ein gesundes und glückliches Neues Jahr! Zu diesem Fest wollen wir heute einen traditionellen mexikanischen Brauch mit euch teilen – die Posada, die Herbergssuche, die mit einer spannenden Geschichte verbunden ist.

Im 16. und 17. Jahrhundert kamen die ersten christlichen Missionare aus Europa nach Lateinamerika und stießen dort auf einen wahren Götterkult, der die Feste und Traditionen des Landes bestimmte. Unter anderem feierten die Indígenas den Kriegsgott Huitzilopochtli in der Vorweihnachtszeit durch die „Posadas“ (Herbergssuche) und zwar ausgiebig mit Blumen, Tanz, Musik und  Opfergaben. Weiterlesen

Kolumbien: Zwischen „falsch“ und „Erfolg“ … und dem Herz einer Mutter

Das Treffen mit ihr ergab sich rein zufällig. Nennen wir sie „Esperanza“ – auf Deutsch „Hoffnung“ – denn Hoffnung ist genau das, was ihr ganzes Wesen ausstrahlt. Esperanza ist etwa 60 Jahre alt und an ihren schwieligen Händen, dem faltigen Gesicht und den daraus hervor blitzenden Augen lässt sich erahnen, wie dramatisch ihr Leben verlaufen ist: Auf der ständigen Flucht vor der Gewalt des seit gut 50 Jahren währenden, blutigen Bürgerkriegs verschlug es sie von einer Region des Landes in die nächste, immer in der Hoffnung auf bessere Lebensbedingungen. Wie tausende anderer Flüchtlinge kam Esperanza eines Tages nach Bogotá, um hier endlich ein neues Leben anzufangen. Sie brachte viele, viele Erinnerungen, ein paar Habseligkeiten und eines ihrer sieben Kinder mit: Jairo. Weiterlesen

El Salvador: Advent im Schein der Diskokugel

_MG_8589

Groß, bunt und mit viel Glamour. So lieben es die Salvadoreños. Am ersten Advent ist hier schon Weihnachten. Rein optisch zumindest. Die Stadt blinkt und glitzert wie eine überdimensionale Diskokugel. Lilafarbene Kunststoffbäume sind überladen mit blauen Lichterketten, glitzernden Rauschgoldengeln, Weihnachtsmännern mit roten Nasen. Die Heilige Familie thront überlebensgroß als Leuchttafel über einem Einkaufszentrum. Und im blauen Schein der Neonbeleuchtung wird auch schon das Christuskind in der Krippe vom Sicherheitsmann mit Maschinenpistole bewacht. Nebenan blinkt die Silhouette eines Weihnachtsmanns mit seinen Rentieren aus pinken Lichtschläuchen. Der Einfluss der USA ist unübersehbar. Auch in den Restaurants begrüßen uns die Kellner a la Santa Claus mit Nikolausmützen und die neongrünen Kunststoffzweige über den Eingangstüren scheinen unter der Last der Christbaumkugeln fast zusammenzubrechen. Die Marktstände quellen über vor lauter bunten Weihnachtsaccessoires, ein Plastiktannenbaum reiht sich an den nächsten. Weiterlesen

Weihnachtsstimmung in den Tropen

Weihnachten in HondurasDem Arbeiter steht die Anstrengung ins Gesicht geschrieben. Gute sieben Meter hoch steht er in luftiger Höhe am Ende einer Leiter und versucht schwitzend, dem Plastik-Weihnachtsbaum vor der Dorfkirche von Mojarrás einen bunt glitzernden Stern auf der Spitze zu verpassen. Unten an der Basis spielen Kinder Verstecken in dem monstruösen Aufbau aus Draht und grün-rotem Flitter. Auf den Bänken rundherum sitzen einige Dorfbewohner im Schatten, fächeln sich Luft zu und feuern den Arbeiter an: „Mehr rechts, nach oben, so ist es gut!“
Weihnachten ist der Jahreshöhepunkt für die katholisch geprägten Honduraner. Und für die vermeintlich „richtige“ Stimmung, also den rot-weißen Kitsch-Kommerz US-amerkanischer Prägung, sorgt man auch in den Tropen. In der Provinzhauptstadt Choluteca haben einige Nachbarn schon fleißig dekoriert: in der stechenden Sonne leuchten aufblasbare Plastik-Nikoläuse neben funkelnden Rentier-Lichterketten. Und in den klimatisierten Einkaufszentren der Hauptstadt Tegucigalpa wetteifern verkleidete Weihnachtsmänner und Krippenausstellungen mit künstlichem Schnee um die Aufmerksamkeit der Kundschaft. Je bunter, lauter und funkelnder, umso schöner lautet die Devise.
Glücklicherweise sind noch nicht alle heimischen Traditionen darüber verloren gegangen. So gibt es noch immer die „Posadas“, ein von Nachbarn organisiertes Weihnachtsspiel, bei dem man in Gruppen jeden Abend zu einem anderen Haus geht und singend um Einlass und Herberge bittet – wie einst Jesus und Maria. Mit dem kleinen Unterschied, dass heutzutage für die Sänger die Türen aufgehen und sie mit Krapfen, Weihnachtspunsch und anderen Leckereien bewirtet werden. Weiterlesen