„Vergesst Venezuela nicht!“

Seit über zwei Jahren steckt Venezuela in der Krise. Die Menschen hungern, warten vergeblich auf Medikamente – und demonstrieren. Sechs Venezolaner erzählen von ihrem Land, ihrem Leben und ihren Träumen.

Busfahrer Lenin in seinem Bus

Busfahrer Lenin

Lenin, 58 Jahre alt, Busfahrer:

„Ich habe damals Hugo Chavez gewählt. Es hat mir gefallen wie er  den etablierten Politikern Dampf gemacht hat. Und es hat mir gefallen wir er die Wirtschaft in Schwung gebracht hat.

Viel ist davon nicht übriggeblieben. Leider ist unsere Wirtschaft komplett zusammengebrochen. In unserem Viertel ist es viel gefährlicher als früher. Es gibt viele bewaffnete Banden, die das Viertel kontrollieren. Die Menschen haben Angst wegen der Kriminalität.

Ich bin froh, dass ich gerade noch über die Runden komme. Aber diese Inflation ist mörderisch. Die Stimmung ist sehr schlecht. Ich weiß nicht, ob die Opposition es viel besser machen würde.
Was ich weiß ist, dass es nicht mehr schlechter und schlimmer werden kann als es jetzt ist. Wir wollen endlich wählen! Ich bitte den Rest der Welt: Schaut auf Venezuela. Vergesst unser Land nicht. Lasst uns nicht allein!“ Weiterlesen

Mexikanisches Temperament auf dem RUHRDAX

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Auf geht´s! Nicole Rohrmann und Heiner Ganser-Kerperin aus der Adveniat-Bildungsabteilung auf dem Weg zum RUHRDAX – in mexikanischer Tracht. Foto: Mareille Landau

Wenn ein „Mariachi“ mit einer mexikanischen „Mujer“ Mittwochabend im Bottroper Zechengelände unterwegs ist, ist das kein gewöhnlicher Tag. Absolut nicht. Adveniat war unterwegs – und das ganz lateinamerika-typisch in bunten Trachten. Denn die Stadt Bottrop hatte zusammen mit dem Netzwerk Ruhrgebiet für bürgerschaftliches Engagement zum „9. Ruhrdax“ in die Lohnhalle Zeche Arenberg eingeladen. Bunt sollte man kommen, auffallen, denn so sticht man besser für die Unternehmen heraus, die sich sozial engagieren möchten. Weiterlesen

Brasilien: Raus aus dem Paradies!

DSC_3648Gleich kann zu Mittag gegessen werden, aber vorerst tuckert das rote Fischerboot gemächlich noch ein kleines Stück weiter in die Flussmündung. Stolz steht Lailson am Bug dieses kleinen Kahns, der ihn durch sein Revier fährt, denn er ist der Präsident der Colonia Z08 – so heißt das Fischereigebiet im Schatten des neuen Hafens von Suape.

DSC_3633Wer sich mit dem freundlichen 55-Jährigen aufmacht, dieses Stückchen Erde Brasiliens zu erkunden, dem offenbart sich schnell ein traumhaftes Terrain. Sandstrände wie im Hochglanz-Reiseprospekt, Mangroven, aus denen die Vögel empört gen Himmel flattern, weil das Boot auf dem tiefblauen Wasser ihrem Baum zu nahe kommt. Natur pur – auf der einen Seite der Mündung des Rio Ipojuca. Weiterlesen