WJT: Eröffnungsgottesdienst an der Copacabana

Mit einem großen Gottesdienst am berühmten Strand des Stadtteils Copacabana hat der katholische Weltjugendtag in Rio de Janeiro begonnen. Hunderttausende Menschen nahmen an der Messe mit Rios Erzbischof Orani João Tempesta teil – trotz regnerisch-stürmischen Wetters. Der Stimmung tat das keinen Abbruch. Doris Keil, eine der Gewinnerinnen des Adveniat-Wettbewerbs ‚JüngerSchafft – Dein Ticket nach Rio‘ berichtet im Video von ihren Eindrücken.

Video:
Sprecher: Doris Keil. Produktion: Mareille Landau
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WJT: Nova Iguacu – Jugend an einem verlassenen Ort

Kinder, die auf der Straße leben. Kinder, die Fensterscheiben einwerfen und Feuer legen. Kinder, die von Drogenbossen erschossen werden. In Nova Iguacu malt die Realität das Bild der Jugend in dunklen Farben. Wir haben dort die Adveniat-Projektpartner von Avicres besucht, die sich um diese gestrandete Jugend kümmern. Beeindruckt, bewegt und nachdenklich gemacht, haben uns alle ganz unterschiedliche Eindrücke …

Gewalt beherrscht das Leben der Jugend

Die Gewalt der Drogenmafia ist im Kinderheim von AVICRES in Nova Iguacu präsent. Noch vor wenigen Wochen wurden zwei ehemalige junge Erwachsene, die ihre komplette Kindheit und Jugend in dem Kinderheim verbracht hatten, von der Drogenmafia ermordet, erzählte uns der Leiter der Einrichtung. Die Gründe für diese schrecklichen Verbrechen sind zum einen Eifersucht und Missgunst, zum anderen auch der Ärger der Drogenmafia darüber, dass diese Kinder nicht Teil ihrer Mafiastrukturen wurden. Immer wieder kommt es auch vor, dass die Mafia das Eigentum des Kinderheims zerstört, wie beispielsweise die von den Kindern sehr geliebte Schreinerwerkstatt. Fenster wurden zertrümmert, Tische zerhackt und Maschinen auf den Boden geworfen. Dass die Mitarbeiter von Avicres trotzdem immer wieder aufstehen und weitermachen, hat mich sehr beeindruckt. Weiterlesen

WJT: Geschüttelt – nicht gerührt

Nein, du steigst nicht einfach nur so in den Bus – in Rio ist das Busfahren ein ganz besonderes Vergnügen. Der Bus stoppt an der Haltestelle nur wenige Sekunden und du musst schnellst möglicht in ihn hineinspringen. Sobald die letzte Person die unterste Stufe des Einstiegs betreten hat, fährt der Bus mit noch geöffneten Türen Vollgas los. Festhalten! Das Fahrvergnügen geht weiter.

Als ob dies nicht schon riskant genug wäre, musst du während der rasanten Fahrt bei einem Kassierer dein Ticket lösen und ein Drehkreuz passieren. Dieses Drehkreuz ist ein architektonisches Wunderwerk, ganze 30 mal 30 Zentimeter entscheiden über Weiterkommen oder Blamieren. Da heißt es Taschen anheben und Bauch einziehen. Weiterlesen

WJT: Die Wahl zwischen Gut und Böse

Es wird schlagartig ruhig im Raum, als die Katechese für die Kinder beginnt. Schwester Adma, die Leiterin der Gruppe, beginnt mit einem Gebet. Sie wählt das Beispiel eines Steines, dessen Nutzung von uns abhängt. Er kann genutzt werden, um jemanden zu erschlagen oder zu verletzten. Aber er kann auch zum Bau eines Hauses als Fundament dienen.

Nach und nach werden die Kinder zwischen acht und zwölf Jahren aufgerufen und immer wieder liebevoll einbezogen und persönlich befragt, ob sie verstanden haben was Schwester Fatima meinte. Einige der Kinder öffnen sich dabei und sprechen über ihre Gedanken und Assoziationen, andere wirken ruhig und bedächtig. Dann nimmt die Schwester das Handy eines Mädchens und nutzt es als Sinnbild. „Du kannst dieses Handy jemandem an den Kopf werfen, oder du kannst mit jemandem telefonieren und auch eine gute Nachricht überbringen. Es hängt von dir ab, du hast die Entscheidung über dein Tun.“ Weiterlesen

WJT: Versteinerte Hüften vs. Brasilianisches Rhythmusgefühl

Wir hatten heute Nachmittag das Vergnügen, eine Lektion im brasilianischen Tanzen zu bekommen. In einem Moment saßen wir noch auf der Mauer im Innenhof und im nächsten liefen 6 kleine Mädchen, so um die 8 Jahre alt, auf uns zu, schnappten sich unsere Hände und forderten uns auf, mit ihnen zu tanzen.

Froh über ein bisschen Bewegung nach dem Mittagessen, stimmten wir begeistert zu. Doch ich glaube, keiner von uns wusste, worauf wir uns einließen! Anstelle einiger lockerer Tanzübungen, erwarteten die Mädchen von uns absolute Konzentration und Perfektion. Da hieß es, gut aufzupassen, denn die Bewegungsabläufe wurden einmal vorgemacht, und sollten dann sofort nachgemacht werden. Weiterlesen

WJT: Über den Dächern von Rio

Da der Weltjugendtag noch nicht begonnen hat und wir in den nächsten Tagen noch viel in den Projekten sein werden, haben wir uns heute einen typischen Touristentag gegönnt. So ging es als erstes auf den Corcovado, zum Wahrzeichen Rio de Janeiros, der 38 Meter hohen Cristusstatue.

Das Wetter schien uns jedoch einen Strich durch die Rechnung zu machen und auf dem Bildschirm, der die Spitze zeigte, war nichts als diesiges Grau zu erkennen. So bekamen wir auch direkt beim Einlass den Stempel auf unser Ticket, dass wir bei schlechter Sicht kein Geld zurück erhalten würden. Weiterlesen