WJT: Favela Santa Marta – Ohne Angst, von einer Kugel erwischt zu werden


Die blauen und gelben Papierdrachen tanzen im Wind über den Dächern der rotgemauerten Häuschen. Die Schnüre enden bei Kindern in Badeshorts, die von einem auf das andere Wellblechdach ihrem flatternden Windvogel hinterherspringen. Kennt man den Film „City of God“, fühlt man sich mitten drin in der Kinoszenerie über die Jugendgangs in den Favelas von Rio de Janeiro – mit einem Unterschied: Die Kinder tragen keine Waffen. Und auch die crackverkaufenden Drogenbosse mit den Schnellfeuergewehren fehlen. Weiterlesen

WJT: Wie lernt man Cup-oeira in 3 Minuten?

Angelehnt an die afro-brasilianische Kampfkunst Capoeira, haben wir gestern von den Kindern bei Amar eine interessante Variation davon kennen gelernt – das Cup-oeria: Man nehme dazu vier Deutsche mit überschaubaren Rhythmusgefühl, eine slowakische Volontärin mit viel Geduld, Können und Enthusiasmus, eine motivierte und mitreißende brasilianische Lehrerin und für jede Person einen Becher.

Nach einem spaßigen Nachmittag mit den Kindern in dem Projekt von Amar erlernten wir den typischen brasilianischen Cup-oeira („Bechertanz“), der für viele Lieder den Rhythmus angibt. Schnell mussten wir uns eingestehen, dass die Kinder die kleine Übung in 300-facher Geschwindigkeit schaffen. Wir sind jedoch motiviert annähernd an das wahnsinnige Tempo heran zu kommen. Weiterlesen

WJT: AMAR – Liebe leben

Wir sind angekommen! Bei geschmeidigen 23 Grad begrüßte uns Rio mit tollem Wetter und das um 4.30 Uhr in der Früh. Untergebracht sind wir in einem Adveniat Projekt namens Amar. Am Rande von Rio kümmern sich die acht Mitarbeiter um Kinder zwischen sieben und vierzehn Jahren aus den umliegenden Stadtteilen und Favelas. Als wir heute morgen um 7.30 Uhr von Kinderlärm geweckt wurden, spürten wir den Jetlag noch in den Knochen.

Nach einem typisch brasilianischen Frühstück mit Brötchen mit salziger Butter und einem riesigen Obstkorb wurden wir mit großer Herzlichkeit von einigen Mitarbeitern des Projektes begrüßt und umsorgt. Wir waren sehr berührt, als uns die Verantwortlichen in einer gemütlichen Gesprächsrunde erzählten, dass das Projekt von jungen Menschen gegründet wurde, die selbst einmal Betroffene von schwierigen Lebenssituationen waren. Eine der Grundideen des Projektes ist der Leitidee von Don Bosco nachzugehen: „Es ist nicht wichtig zu sagen, dass man jemanden liebt. Es ist wichtig, dass dein Nächster sich von dir geliebt fühlt.“ In diesem Moment wurde deutlich, wie diese Idee von den Mitarbeitern gelebt wird und auch bei den Kindern im Projekt Früchte trägt. Weiterlesen

WJT: Die letzten Vorbereitungen – die Vorfreude wachsen lassen!

Es gibt ein schönes Sprichwort: „Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können sie das Gesicht der Welt verändern.“ Das hat mich in den letzten Wochen immer wieder an meine Reise, die ich nun morgen nach Rio antreten darf, erinnert. Denn nur Dank der vielen, lieben Leute, die sich wochenlang sehr treu jeden Tag am Onlinevoting für mich beteiligt haben, ist das möglich geworden. Angestoßen wurde die Sache in meinem Fall von meiner Mutter… Nochmal hier: Danke, Mama! Weiterlesen

Bohnen und Reis als Vorgeschmack auf Rio

Die Beteiligung meiner Freunde und Verwandten ebbte auch nach dem Gewinn der Jüngerschafftsreise nach Rio nicht ab. Im Gegenteil: Eine gute Freundin schenkte mir ein Duschgel mit der Aufschrift „Rio de Janeiro“, welches mich beim Duschen immer an die bevorstehende Reise erinnert und die Vorfreude noch mehr wachsen lässt.

Insidertipp: Kunstmarkt in Ipanema

Einen weiteren „Vorgeschmack“  auf Rio erhielt ich bei Andrea, einer Freundin meiner Tante, die in Rio aufgewachsen ist. Sie kochte für mich und meine Verwandtschaft das Brasilianische Nationalgericht,  die „Feijoada“, ein Bohneneintopf mit Fleisch, zu dem Reis, Farofa aus Maniok und Orangescheibchen gereicht werden. Die Feijoada war so köstlich, dass ich sie unbedingt noch einmal in Rio essen muss! Andrea gab mir auch noch ein paar tolle Tipps für Rio. Ich soll unbedingt den Kunstmarkt in Ipanema „Feira Hippie“ besuchen, auf dem es tolle handwerkliche Produkte aus Brasilien gibt. Nun hoffe ich, dass die Zeit bis zum Flug nach Rio schnell vergeht, denn ich kann es kaum noch abwarten. Weiterlesen

Wie lerne ich Portugiesisch in 12 Wochen?

Como é seu nome? De onde você é? Tudo bem? – Nach nun mehr sechs Wochen des Lernens kann ich kleinere Konversationen führen (á la „Wie heißt du? Woher kommst du? Wie geht es dir?), bis 50 zählen und „Batalha Naval“ (Schiffe versenken) spielen.

Es hat mir schon immer viel Freude bereitet, neue Sprachen zu lernen. Man könnte sagen, Sprachen sind einfach „mein Ding“! Nun ist also Portugiesisch dran. Lange habe ich mir vorgenommen, einen Portugiesisch-Kurs an der Uni zu belegen und es doch nie in die Tat umgesetzt. Dank des Weltjugendtags in Rio und der Tatsache, dass ich als Gewinnerin der Jüngerschafft-Reise von Adveniat dorthinreisen darf, habe ich Anfang März endlich „Nägel mit Köpfen“ gemacht und mich für „Português I“ an meiner Uni in Bochum angemeldet! Weiterlesen