Tierisch aufgepasst

„Achtung Autofahrer – auf der Straße zwischen Asuncion und Foz do Iguazu Gefahr durch – und für einen Hund.“ Gäbe es die bekannte deutsche Verkehrsfunk-Warnung auch in Paraguay, wäre im Programm kein Platz mehr für anderes. Seit wir Mittwoch früh Argentinien verlassen und die Grenze überquert haben, hat die Tierdichte am Straßenrand jedenfalls deutlich zugenommen. Und dabei geht’s weniger um Hunde: Neben ein paar Kühen grasen auffällig viele Pferde im meist spärlichen Grünstreifen neben dem Asphalt.

Auch im Barrio Cateura, dem Armenviertel am Fuß des Müllbergs von Paraguays Hauptstadt Asuncion, zieht der ein oder andere Klepper durch die Gassen – mangels Gras noch magerer als die Artgenossen in den besseren Gegenden. Verkehrstechnisch scheinen die Vierbeiner übrigens kaum ein Problem zu sein: Wenn sie nicht ohnehin angebunden sind, halten sich die Pferde vom Straßenverkehr zurück. Vielleicht, weil die meisten regelmäßig als Zugtiere Holzkarren durchs Asuncions Straßen ziehen – und schon deshalb wissen, dass auch in Sachen Pferdestärken der Klügere der ist, der nachgibt.

Thomas Rünker
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Adveniat ist mit sieben Journalisten in Argentinien, Paraguay und Brasilien unterwegs. Im Adveniat-Blog berichten sie. Höhepunkt der Reise ist die Eröffnung der Adveniat-Aktion am 27. November, die dieses Jahr erstmalig in Lateinamerika stattfindet.