Wo lebt Gott in der Stadt?

„Wo lebt Gott in der Stadt?“ Mit dieser Frage des Moderators Dr. Michael Sievernich an die vier Forumsteilnehmer endete am 28.02.2013 die letzte Arbeitssitzung des Kongresses, die der Stadtpastoral gewidmet wurde. Der Kongress fand seit Mittwoch, dem 26.02.2013 in den Räumlichkeiten der Mexikanischen Bischofskonferenz, der Casa Lago, statt.

Durch die Aussteller und Teilnehmer, die sich nicht nur in ihren Spezialgebieten unterschieden sondern auch aus Deutschland, Mexiko, Argentinien, Bolivien, Peru, Ekuador, Panama, Brasilien, Kolumbien und Chile kamen und zusätzlich verschiedenen Generationen angehören, wurde der Kongress zu einem reichen Ort an Erfahrungs- und Ideenaustausch.

Ausschlaggebend waren auch die Räumlichkeiten der CEM (mexikanische Bischofskonferenz), die Casa Lago, dessen Aula, ein wunderschöner runder Raum, mit einer kuppelförmigen Dachkonstruktion, Behaglichkeit mit einem einladenden Ambiente vereint.

Themen wie Gewalt, Individualismus, die adäquate pastorale Botschaft, der Aufprall der neuen Kulturen und Sprachen, die komplexe Realität der Indígenas, die andauernde Haltung zu Ausgestoßenen haben die Teilnehmer des Kongresses beschäftigt und beunruhigt durch die Erkenntnis, dass wir Lateinamerikaner über die unterschiedlichen territorialen Grenzen hinaus vereint sind in transversalen Prozessen, die unsere baldige Handlung erfordern.

Ein so international bekanntes Land wie Mexiko aufgrund seiner traditionellen Kultur, hätte nicht abwesend sein können beim Kongress. Eine Kostprobe hatten wir beim gestrigen Abendessen, mit der angenehmen (und sehr pikanten) Überraschung einer lokalen Spezialität, begleitet von einer Charro-Musikgruppe, die den Anwesenden einige Lieder die wir (zumindest die lateinamerikaner) schon einmal angestimmt haben: Malageña, Guadalajara… Es war, ohne Zweifel, ein Volltreffer seitens der Organisatoren, der hilft, die Freundschaft und Zusammenarbeit zu stärken und den Kongress mit Freude in unseren jeweiligen Herkunftsländern in unsere Erinnerung zu rufen.

Und in diesem Zusammenhang dürfen wir etwas Wichtiges nicht aus dem Auge verlieren; wenn wir zurück auf unseren Arbeitsplätzen sind, zurück in unserem Alltag, hat uns der Rektor der Iberoamerikanischen Universität, P. Dr. José Morales Orozco zu Beginn des Kongresses dazu aufgerufen, die Frucht dieser intensiven Arbeit nicht nur unter den Experten zu lassen, sondern sie soll übergehen in konkreten Aktionen damit sie zu einer Stadtpastoral wird, die uns verwandelt.

Jetzt greife ich noch einmal die Eingangsfrage auf: „Wo lebt Gott in der Stadt?“, ich behalte die Antwort von Dr. Carlos Schickendantz: „In jeder Biografie…“.

Text: Cecilia Becker

Kommentar zu “Wo lebt Gott in der Stadt?

  • 19. März 2013 at 23:29
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    Wie Orozco gesagt hat, muss man auch die Worte in Taten umwandeln und nicht lange fackeln. Nur auf diese Weise wird etwas erreicht.

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